Sport : EM-Splitter: Fakten

Aigner kritisiert Organisatoren

Der Generalsekretär der Uefa, Gerhard Aigner, hat Unzufriedenheit mit der Organisation der EM erkennen lassen. "Man muss solche Wettbewerbe anders hochziehen in Zukunft. Die UEFA kann sich heute nicht mehr auf die Verbände verlassen. Wir müssen in Zukunft die Dinge mit einem Projektmanagement selber in die Hand nehmen", erklärte Aigner in Interviews mit der "Frankfurter Rundschau" und der "Süddeutschen Zeitung". Vieles sei bei dem EM-Endrundenturnier in den Niederlanden und Belgien "nicht sorgfältig genug vorbereitet worden", monierte der Regensburger. Aigner erneuerte seine Kritik an der englischen Regierung, die nicht genug gegen das Hooligan-Problem getan habe. 1996 bei der EM im eigenen Land wären die Briten wesentlich konsequenter gegen die Szene der gewaltbereiten Anhängerschaft vorgegangen. Seit dem Ausscheiden des englischen Teams bei der EM sei die Sicherheitslage deutlich entspannter. "Ein Anlass mit oder ohne Engländer sind zwei verschiedene Dinge. Das ist leider so. Die Alarmstufe ist seit der Absenz der Engländer wesentlich geringer", betonte Aigner.

Polizei ermittelt gegen KNVB

Wegen des Verdachts des illegalen Verkaufs von Eintrittskarten für die EM-Spiele von Gastgeber Holland ermittelt die Polizei gegen Angestellte des Königlich Niederländischen Fußball-Verbandes (KNVB). In der KNVB-Schaltzentrale in Zeist sollen Schmiergelder von Agenturen an die Mitarbeiters geflossen sein. Ins Rollen gebracht hatten die Aktion die Verantwortlichen der Agentur Cupido, die wegen fehlender Lizenz ihre Karten im Wert von umgerechnet rund einer Million Mark zurückgeben musste.

Uefa kritisiert Keegan

Die harte Kritik an Englands Teammanager Kevin Keegan aus den eigenen Reihen ist gerade etwas abgeebt, da tritt die Uefa nach. Sie kritisierte in einem Bericht auf der eigenen Internetseite die Naivität des ehemaligen Bundesliga-Stars vom Hamburger SV in taktischen Fragen und den schlechten Zustand des englischen Fußballs.

Deschamps im 100er-Club

Didier Deschamps, der Kapitän der französischen Nationalmannschaft, hat im Halbfinale gegen Portugal als erster Franzose 100 Länderspielen absolviert und damit Aufnahme in den von Lothar Matthäus (150) angeführten Hunderter-Club finden.

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