Sport : EM-Splitter: Nach Abpfiff

Ladenhüter

Die Trikots der deutschen Fußball-Nationalmannschaft sind bundesweit die Ladenhüter. Um den Umsatz anzukurbeln, greift ein Sportartikelverkäufer in Offenbach seit dem blamablen Vorrunden-Aus zu recht drastischen Maßnahmen: Mit dem Slogan, "Scheißleistung - Scheißpreis!", und einem Nachlass von 50 Prozent, versucht der Händler, Hemden mit dem DFB-Emblem auf der Brust zu verkaufen. Der Umsatz sei trotz des Verkaufsgags eher schwach, so der Inhaber. Bei Karstadt in München waren bis zum 0:1 gegen England die Trikots der Häßler, Matthäus und Scholl recht gefragt. Seit dem Ausscheiden bleiben jedoch auch diese liegen. Einige Händler haben auf Grund schlechter Erfahrungen während der WM 1998 in Frankreich, als die DFB-Auswahl im Viertelfinale mit 0:3 gegen Kroatien ausgeschieden war, dieses Mal vorsorglich keine DFB-Trikots in ihr Sortiment aufgenommen.

Abschied

Nach Angaben der Tageszeitung "Le Parisien" wird Didier Deschamps, der Kapitän von Weltmeister Frankreich, nach der Europameisterschaft seine Nationalmannschaftskarriere beenden. Der 31 Jahre alte Mittelfeldspieler des FC Chelsea habe den Entschluss seinen Mannschaftskameraden nach dem 2:1-Erfolg im EM-Viertelfinale in Brügge gegen Spanien mitgeteilt. Im Halbfinale heute gegen Portugal steht Deschamps vor seinem 100. Einsatz für die "Equipe Tricolore". Vor EM-Beginn war der Routinier in die Kritik geraten. Es waren Stimmen laut geworden, die statt Deschamps den Einsatz von Patrick Vieira (FC Arsenal) in der Anfangsformation gefordert hatten.

Tränen

Rumäniens Star Gheorghe Hagi hat zu der heftigen Kritik in den Medien seiner Heimat erklärt, diese habe ihn "zum Weinen gebracht". Dies stand in einer schriftlichen Erklärung Hagis, die am Montagabend im rumänischen Fernsehen verlesen wurde. Hagi war vor allem wegen seiner "Schwalbe" im EM-Viertelfinale gegen Italien kritisiert worden, die ihm eine Gelb-Rote Karte eingebracht hatte. Am Montag schrieb die Zeitung "Adevarul": "Hagi hat nicht nur der Nationalelf, sondern auch dem Ansehen Rumäniens in Europa schwer geschadet. Unter dem Einfluss von Hagi ist das Spiel gegen Italien mit der falschen Einstellung angegangen worden, mit einer Mischung aus Kleinlichkeit und Verzweiflung."

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