Ende der Hauptrunde : BR Volleys besiegen Coburg

Die BR Volleys schließen die Bundesliga-Hauptrunde mit einem lockeren 3:0-Sieg ab, der insolvente Absteiger Coburg hat keine Chance.

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Sebastian Kühner und seine Berliner Mitspieler erlebten einen gelungenen Hauptrundenabschluss. Foto: picture alliance/dpa
Sebastian Kühner und seine Berliner Mitspieler erlebten einen gelungenen Hauptrundenabschluss.Foto: picture alliance/dpa

Zwischendurch lieferten sich Paul Carroll und Paul Lotman ein besonderes Duell. In der Pause nach dem zweiten Satz spielten sich die beiden Profis der BR Volleys den Ball so hoch zu, wie es nur ging. Carroll schaffte es fast an die Decke der Max-Schmeling-Halle – und Lotman nahm den herunterfallenden Ball beinahe mit dem Fuß auf. Die Berliner konnten ihre Energie am Samstagabend getrost in Beiläufiges stecken. Denn ihren Gegner, die VSG Coburg/Grub, hatten sie beim Hauptrunden-Abschluss jederzeit im Griff. Die Volleys gewannen souverän mit 3:0 (25:14, 25:17, 25:20).

Coburg wird Insolvenz anmelden

Die Partie vor 3712 Zuschauern hatte nur noch statistische Bedeutung. Die Berliner standen bereits als Tabellenerster der Hauptrunde fest, die Oberfranken waren schon seit Samstagvormittag offiziell Absteiger. Die Volleyball-Bundesliga hatte mitgeteilt, dass sie Coburg wegen LizenzVerstößen sechs Punkte abgezogen hat. Schon Anfang März waren dem Verein drei Punkte abgezogen worden, da in seinem Etat knapp 100.000 Euro fehlen.

Coburg wird in der nächsten Woche Insolvenz anmelden, die Gehälter der Spieler können nicht mehr gezahlt werden. Die Coburger finden nicht genug Sponsoren – dabei sparen sie überall. Bei Heimspielen sind 50 ehrenamtliche Helfer im Einsatz, auch um die Organisation kümmern sich vor allem Ehrenamtliche. Die Vorgaben der Liga, die bei den Klubs mehr Professionalität fordert, schreiben aber auch Etatposten für hauptamtliche Stellen und Verbesserungen in der Halle vor. Das kann Coburg nicht leisten.

„Für das Gesamtprodukt Bundesliga ist das sehr schade“, sagte Volleys-Manager Kaweh Niroomand. „Vielleicht sollten wir über eine kleinere Zahl der Liga-Teams nachdenken, die dafür wirtschaftlich ordentlich arbeiten.“ Für Niroomand zählt nun aber zunächst nur die eigene Mannschaft. Die Volleys treten am Dienstag im Halbfinal-Hinspiel des CEV-Cups beim belgischen Klub Roeselare an. Dann wird es bestimmt keine Gelegenheit für Spielchen in den Pausen geben.

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