Sport : Ende der Reise

Die Eisbären unterliegen 2:5 in Mannheim.

Rainer Kundel

Mannheim - Bei ihrer Rundreise in die Städte der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) kamen die Eisbären Berlin nach Stationen in Hannover und Nürnberg bei den ambitionierten Mannheimer Adlern an. Ohne sieben Stammkräfte - am Freitag vergrößerte der in Nürnberg wegen einer Gehirnerschütterung ausgeschiedene Tyson Mulock das Lazarett - unterlagen die Spieler von Trainer Don Jackson in der mit 13 600 Besuchern ausverkauften Mannheimer Arena 2:5 (0:2, 1:2, 1:1). Trotz 4:11-Toren bei den beiden Niederlagen an diesem Wochenende bleiben die Eisbären Tabellenführer der DEL vor denn nun punktgleichen Mannheimern. Jetzt kommen drei Heimspiele für die Berliner.

Der erste Schuss auf das Gehäuse von Rob Zepp durch Nicholas Dimitrakos fand nach 64 Sekunden den Weg über die Torlinie. Die anfänglich stürmisch attackierenden Kurpfälzer legten schon drei Minuten später zum 2:0 nach, als Zepp von Mannheims Kapitän Marcus Kink die Sicht genommen war und Yannick Lehoux beim Nachschuss leichtes Spiel hatte. Dazwischen lag nur vermeintlich der Anschlusstreffer. Ein Schuss aus dem Hinterhalt von James Sharrow fand zwar den Weg vorbei an Frederik Brathwaite, doch wurde dieser unmittelbar vor seinem Gehäuse derart behindert, dass zurecht auf Torraum-Abseits entschieden vor.

Nachdem Darin Olver den zu zögerlichen Begleitschutz zweier Verteidiger zum Anschlusstreffer nutzte, befreiten sich die in die Bredouille geratenen Mannheimer und stellten 51 Sekunden später durch einen eleganten Schlenzer von Lehoux unter das Tordach den zwei-Tore-Abstand wieder her. Die offensiv kreativ-druckvollen, jedoch im Rückwärtsgang anfälligen Eisbären wurden nach Scheibenverlusten immer wieder von schnellen Gegenangriffen überrascht. So auch Sven Felski, der den alleine durchgebrochenen Matthias Plachta mit einem Foul stoppte. Den fälligen Strafschuss verwandelte der 21-jährige kaltschnäuzig zum 4:1 für Mannheim durch die Schoner von Zepp.

Aufgeben war in dem unterhaltsamen Match nicht Sache des Meisters, zumal Barry Tallackson zu Beginn des letzten Abschnitts den großzügig gewährten Raum zum 2:4 nutzte. Es folgte eine ganz starke Schluss-Offensive des Tabellenführers, die darin gipfelte, dass Don Jackson vor Beginn der beiden letzten Spielminuten schon Zepp zugunsten eines Feldspielers vom Eis nahm. Womit allerdings das fünfte Tor der Gastgeber durch Kenneth Magowan vorgezeichnet war. Frustration brach sich Bahn, als 28 Sekunden vor der Schlusssirene ein grobes Foul mit folgender Prügelei Sven Felski eine Matchstrafe einbrachte. Rainer Kundel

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