Sport : Ende der Schulzeit

SCC-Volleyballer müssen heute Almeria bezwingen

Karsten Doneck

Berlin - Ferrer Cutino Gil wird nur Zuschauer sein. Beschwerden an der Achillessehne, zugezogen beim Trainingslager kurz vor Silvester im belgischen Maaseik, lassen seinen Einsatz nicht zu. Den Kubaner wurmt das mächtig. Schließlich kämpfen seine Mannschaftskameraden vom Volleyball-Bundesligisten SC Charlottenburg heute (19 Uhr, Sömmeringhalle) gegen Unicaja Almeria aus Spanien um den Einzug in die Play-offs der Champions League. Es gibt Leute beim SCC, die behaupten, es sei für den SCC das bisher wichtigste Spiel in der Vereinsgeschichte. Das ist sehr hoch gegriffen, und Trainer Mirko Culic bemüht sich deshalb um Versachlichung. „Wenn wir ausscheiden sollten, geht das Leben auch weiter“, sagt Culic.

Der SCC ist derzeit Gruppendritter – unmittelbar vor Almeria. Diese Platzierung würde zum Vordringen unter die besten zwölf Mannschaften Europas reichen. Ein Sieg gegen die Spanier, und der SCC wäre am darauf folgenden letzten der acht Gruppenspieltage allenfalls noch theoretisch von Rang drei zu verdrängen. Das Erreichen der nächsten Runde im Europapokal käme für die Charlottenburger einer Sensation gleich. Die Champions League sei „eine gute Schule für uns, um die Mannschaft voranzubringen“, hat Culic noch Anfang November ziemlich kleinlaut behauptet.

Vor Almeria braucht der Trainer sein Team nicht mehr zu warnen. Da reicht ein dezenter Hinweis auf das Hinspiel. In Spanien verlor der SCC 0:3. Vor allem, weil „die Nummer 6 von denen einen ganz großen Tag hatte“, wie Culic sich erinnert. „Der hat von 30 Bällen 20 zu Punkten gemacht.“ Die Nummer 6 bei Almeria – das ist Peter Veres, Außenangreifer, 2,00 m groß, ungarischer Nationalspieler, sprungkräftig und schlagstark. Ihn aufzuhalten wird das größte Problem für den SCC. Culic hält selbstbewusst dagegen: „Wir haben auch solche Spieler in unseren Reihen.“ Er denkt da vor allem an Marko Liefke und Robert Kromm. Der Kubaner Gil kann nicht helfen – höchstens durch Daumendrücken auf der Tribüne.

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