Ende der Torflaute : Eisbären gewinnen 4:2 in Kassel

88 Minuten lang trafen die Eisbären nicht ins Tor. Am Sonntagabend war es endlich soweit: Richie Regehr gelang beim 4:2 in Kassel nach 28 Minuten die Führung.

Carina Mihr[Kassel]

88 Spielminten sind im Eishockey eine kleine Ewigkeit. Und keinem war das zuletzt mehr bewusst als den Eisbären. So lange nämlich mussten die für ihre Offensivstärke bekannten Berliner auf einen Torerfolg in der Liga warten. Richie Regehr war es dann schließlich, der die Eisbären von ihrer chronisch anmutenden Abschlussschwäche erlöste: In der 28. Minute erzielte der Verteidiger beim 4:2 (0:0, 2:0, 2:2)-Sieg über die Kassel Huskies die Führung.

Zwar waren die Berliner schon von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft, konnten jedoch ihre Überlegenheit zunächst nicht in Tore umwandeln. Selbst mit einer 40 Sekunden langen doppelten Überzahl wussten sie im ersten Abschnitt nicht viel anzufangen. Und allein ihr Torhüter Youri Ziffzer verhinderte, dass die Eisbären vor 3951 Zuschauern in der Eishalle am Auestadion gegen den vermeintlichen Außenseiter aus Kassel nicht auch noch in Rückstand gerieten.

Doch die Effektivtät, die den Berlinern schon zuvor beim 0:2 gegen Hannover abhanden gekommen war, kehrte in der 28. Minute zurück, als Regehr Adam Hauser im Tor der Huskies mit einem satten Schuss überwand. Nur drei Minuten später erhöhte Mark Beaufait für die Gäste sogar noch auf 2:0. Eine verdiente Führung, „Dass wir im zweiten Drittel so gut aufgetreten sind, war ausschlaggebend für den Erfolg“, sagte Eisbären-Trainer Don Jackson. „Aber wir hatten letztlich auch etwas Glück.“

Denn Kassel steckte trotz des Rückstands nicht auf. Zunächst traf Stürmer Sean Taillaire in Unterzahl und so zäh die Partie begonnen hatte, so torreich endete sie im letzten Drittel. Nachdem Regehr für die Eisbären sein zweites Tor erzielt hatte, verkürzte Kassel in Person von Ryan Kraft erneut. Doch das Aufbäumen der Huskies kam zu spät, zumal Deron Quint mit einem Schuss ins verwaiste Tor von Kassel kurz vor Schluss den vierten Treffer für die Eisbären erzielte. Ein Schnitt, mit dem die Berliner nach der langen Torpause zufrieden sein dürften.

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