Sport : Ende einer Leidenszeit

Freiburg kann noch siegen: 1:0 gegen Wolfsburg

Christoph Kieslich

Freiburg - Drei Spiele erst hat der SC Freiburg in dieser Saison gewonnen, zwei davon mit demselben Ergebnis gegen denselben Gegner. Das 1:0 (0:0) gegen VfL Wolfsburg, den eben erst selbst ernannten und schon entzauberten Meisterschaftskandidaten, war am 19.Spieltag nach neun sieglosen Partien seit dem 24. Oktober 2004 (2:0 gegen Stuttgart) das Ende einer langen Leidenszeit.

Der Tabellenvorletzte Freiburg hat sich eine Aufholjagd vorgenommen, und die Hoffnung hat sogar einen Namen: Slatan Bajramovic. Er hatte in der 57. Minute einen Eckball von Lewan Zkitischwili ins Wolfsburger Tor geköpft. Für den Bosnier war es der erste Einsatz seit dem 15. August, dem Sieg in Wolfsburg, und seine Offensivqualitäten und Entschlossenheit vermissten die Freiburger unter anderem in der desaströs verlaufenen Hinserie. „Ein Sieg für die Moral“, sagte Bajramovic, „wir sind für den Mut zum Risiko belohnt worden.“

Überragend in der Mannschaft mit den meisten Gegentoren spielte allerdings die Vierer-Abwehrkette. Neben Youssef Mohamad lieferte Otar Chisaneischwili, die neueste georgische Entdeckung von SC-Trainer Volker Finke, in der Innenverteidigung ein ebenso überzeugendes Heimdebüt wie der Österreicher Andreas Ibertsberger. In Freiburg gilt nun: „Punkte sammeln, Punkte sammeln", wie Finke sagte, „der Blick auf die Tabelle nervt bloß.“

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