Sport : Ende eines Höhenflugs Ein ängstliches Hannover unterliegt St. Pauli

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Hannover - Für die schöne Regel des Fußballs, dass Höhenflüge meistens ganz unerwartet enden, hat Hannover 96 gestern einen weiteren Beweis geliefert. Der passive Auftritt im Heimspiel gegen den FC St. Pauli wurde am Freitag mit einer 0:1 (0:1)-Niederlage bestraft. Stürmer Marius Ebbers erzielte das Tor des Abends, an dem die Hamburger nicht nur frecher, sondern auch deutlich schlauer gespielt hatten als der vermeintliche Favorit.

„Wir haben es dem Gegner schwer gemacht, ins Spiel zu kommen“, sagte St. Paulis Trainer Holger Stanislawski. „Und vorne sind wir immer für ein bisschen Gefahr gut.“ Die Mehrheit der 49 000 Zuschauer hatte noch gar nicht richtig Platz genommen, da war Bastian Oczipka auf seiner linken Seite bereits auf- und davongelaufen. Und der Linksverteidiger des FC St. Pauli brachte in der sechsten Minute auch noch das Kunststück fertig, eine Flanke aus vollem Lauf millimetergenau auf Ebbers zu zirkeln. Die Vorarbeit und der perfekte Kopfball waren sehenswert. „Das war ein wunderbarer Konter“, schwärmte Hannovers Trainer Mirko Slomka. „Wir haben leider nie in unser Spiel gefunden.“

Von einer Bodenhaftung, die man nicht verlieren wollte, war in Hannover oft die Rede, als vor der Partie eifrig ausgerechnet wurde, wie die Mannschaft mit einem weiteren Sieg sogar noch bis auf den zweiten Tabellenplatz hätte vorstoßen können. Die guten Vorsätze blieben im matschigen Rasen stecken. Von der Mischung aus Einsatzbereitschaft und Spielwitz, die das Team vor kurzem noch beim 4:1 gegen Werder Bremen gezeigt hatte, war wenig bis gar nichts übrig geblieben. Zudem konnte Hannover den Ausfall seines besten Stürmers Didier Ya Konan nicht kompensieren. Zehn Minuten vor Schluss verlor 96 auch noch Verteidiger Karim Haggui, der wegen einer Notbremse gegen Matthias Lehmann die Rote Karte sah. Zumindest Mirko Slomka verlor nach der ersten Niederlage der Saison nicht den Mut. „Wir haben jetzt zwei Wochen Zeit, um uns auf Bayern München vorzubereiten“, sagte Hannovers Trainer. „Da werden wir wieder Gas geben.“ Christian Otto

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