Sport : Ende mit Ende

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This is the end, beautiful friend. So haben die Doors einmal gesungen, und Wolfgang Holzhäuser hat es gerade auf Deutsch übersetzt. Leverkusens schöner Star Michael Ballack könne gern jetzt schon gehen, hat der Geschäftsführer nun gesagt. Den Vertrag bis Saisonende erfüllen, darauf legt man keinen großen Wert mehr.

Es auf Englisch zu sagen oder zu singen, hätte aber gepasst. Denn für Ballack ist angeblich bereits Interesse hinterlegt: New York soll rufen. Ein Engagement beim Getränkedosenverein in der amerikanischen Operettenliga muss aber nicht das Ende sein.

Ballack könnte sich in Europa nicht nur mit Unterwäsche-Werbeplakaten in Erinnerung halten, wie David Beckham, der nebenbei auch noch Fußball in Los Angeles spielt. Ballack könnte sich in der Werbepause der US-Liga auch an einen Klub ausleihen lassen. So wie Thierry Henry. Der hat sich mit drei Toren in sechs Pflichtspielen wieder bei seinem Herzensklub, dem FC Arsenal, in Erinnerung gebracht, bevor er nach New York zurück musste.

Für Ballack wäre es die Gelegenheit, sich mit ein paar Gastspielen in Kaiserslautern oder Chemnitz zurückzumelden. Vielleicht sogar bei Bayern oder Chelsea. Oder sogar in Leverkusen? Man stelle sich einmal vor: Mit großen Verletzungssorgen leiht sich Bayer nächste Saison nochmal den dann 36-Jährigen aus. Und der Rückkehrer zimmert dann in einem entscheidenden Spiel einen Freistoß ins Tor oder opfert sich mit einer Gelben Karte für eine Finalteilnahme. Soll ja alles schon vorgekommen sein.

Wolfgang Holzhäuser sitzt dann auf der Tribüne und singt: Come on, baby, light my Bayer.

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