Sport : Ende mit Schrecken

Stuttgart vergibt kurz vor Schluss einen Elfmeter gegen Wolfsburg und kassiert im Gegenzug das 0:1.

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Der letzte Mann hält bis zuletzt. Wolfsburgs Torhüter Diego Benaglio entschärfte alle Angriffe und noch einen Elfmeter. Foto: dpa
Der letzte Mann hält bis zuletzt. Wolfsburgs Torhüter Diego Benaglio entschärfte alle Angriffe und noch einen Elfmeter. Foto: dpaFoto: dpa

Stuttgart - Welch ein packendes Ende! Zwei Minuten bevor Bas Dost mit seinem 1:0 in der letzten Spielminute den überraschenden Wolfsburger Siegtreffer erzielte, rechneten die meisten der 48 000 Zuschauer in der Stuttgarter Arena mit einem Tor für den VfB Stuttgart. Vedad Ibisevic stand am Elfmeterpunkt. Der Bosnier gilt als sicherer Schütze. Doch Wolfsburgs Kapitän Diego Benaglio hielt den ersten Schuss, den zweiten Versuch schoss Ibisevic auf die Tribüne. Fast im Gegenzug traf der Niederländer dann für Wolfsburg.

Die unterhaltsame und packende Partie hatte eigentlich keinen Sieger verdient – oder vielmehr keinen Verlierer. Die Mannschaft von Felix Magath beherrschte die erste Hälfte, während die Stuttgarter die zweite diktierten.

Die Stuttgarter mussten im Laufe der Partie immer größere Löcher stopfen. Das fiel ihnen zunehmend schwerer. Diego bekamen die Schwaben ebenso wenig in den Griff wie Olic. Die beiden verwirrten nicht nur das defensive Mittelfeld der Stuttgarter, sondern waren für viel brenzlige Situationen in der VfB-Abwehr verantwortlich. Den Stuttgartern blieb nur übrig, im eigenen Stadion zu kontern.

In der 15. Minute vergaben Diego und Ashkan Dejagah die erste große Wolfsburger Chance. Zwei Minuten später rettete Serdar Tasci, nachdem VfB-Torwart Sven Ulreich einen Kopfball von Diego nicht festhalten konnte. Ein Kopfballtor des Stuttgarter Innenverteidigers Maza wurde wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt. Die Szene änderte nichts an der Wolfsburger Überlegenheit. Ein Tor aber gelang dem VfL nicht, was wohl das größte Versäumnis der Mannschaft von Felix Magath darstellte. Als Bas Dost doch traf, hatte er zuvor Foul gespielt.

Der VfB, hatte zu wenig Tempo im Spiel, um den Wolfsburger Kurzpassspiel etwas entgegenzusetzen. Der Ex-Berliner Tunay Torun und später Cacau sorgten in der zweiten Hälfte für mehr Tempo. Die Kreise von Diego zu stören, schafften die Stuttgarter aber nicht völlig. Es blieb ein interessantes und abwechslungsreiches Spiel. Dann wuchs der Druck der Stuttgarter, Wolfsburg büßte seine Dominanz ein. Bis zum dramatischen finalen Schlagabtausch. Oliver Trust

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