Sport : Endlich ein Endspiel

Algarve-Cup: DFB-Frauen fordern im Finale Japan.

Berlin - Von einer Revanche will bei den deutschen Fußballerinnen niemand sprechen. Trotzdem dürfte das Finale des Algarve-Cups am heutigen Mittwoch ein besonderes Spiel für die Mannschaft von Bundestrainerin Silvia Neid sein. Gegner sind die Japanerinnen, die die Heim-Weltmeisterschaft der Deutschen im vergangenen Sommer schmerzhaft und früh im Viertelfinale beendeten. Für Angreiferin Celia Okoyino da Mbabi steht allerdings der Gewinn des traditionellen Turniers in Portugal im Vordergrund – auch wenn es im Endspiel gegen den Weltmeister geht: „Wir sind jetzt hier beim Algarve-Cup und stehen im Finale. Auch wenn wir einen anderen Gegner hätten, wäre die Motivation nicht anders.“

Das 4:0 am Montag im letzten Gruppenspiel gegen Schweden hat Neids Mannschaft zu großem Selbstvertrauen verholfen. Die deutschen Frauen sind im Turnier noch ohne Gegentor, vor den Schwedinnen wurden Island und China jeweils mit 1:0 besiegt. Die stabile Deckung soll nun auch gegen Japan zum Erfolg verhelfen. Ein Sieg könnte zumindest ein wenig für den WM-Knockout vor 242 Tagen in Wolfsburg entschädigen. „Wir wollen auf jeden Fall an die bisherigen Leistungen anknüpfen“, sagt Okoyino da Mbabi, die gegen Schweden mit drei Toren die überragende Spielerin war. „Und es wäre natürlich schön, wenn am Ende wieder die Null stehen würde.“ Allerdings haben auch die Japanerinnen beim wie immer stark besetzten Algarve-Cup überzeugt. Siege über Norwegen (2:1) und Dänemark (2:0) ebneten den Weg ins entscheidende Gruppenspiel gegen die USA, das die Asiatinnen mit 1:0 für sich entschieden. Die Amerikanerinnen hatten bereits das WM-Finale in Frankfurt gegen Japan im Elfmeterschießen verloren.

Die Bundestrainerin hofft auf einen anhaltenden Aufwärtstrend ihrer Mannschaft. „Wir konnten uns hier von Spiel zu Spiel steigern. Es macht mich froh, diese kontinuierliche Entwicklung zu sehen“, sagt Neid, die am Montagabend vor allem den Auftritt ihrer Spielerinnen gegen die Schwedinnen lobte: „Heute gibt es nichts zu mäkeln. Ich hatte das Gefühl, wir hatten Schweden von Anfang bis Ende im Griff.“

Dabei muss Neid in Portugal auf viele Spielerinnen verzichten. Simone Laudehr, Kim Kulig, Fatmire Bajramaj, Dzsenifer Marozsan und Torhüterin Nadine Angerer fehlen verletzt, im Endspiel könnten zudem Mittelfeldspielerin Linda Bresonik und Innenverteidigerin Annike Krahn ausfallen. Für die DFB-Frauen ist es die vierte Final-Teilnahme beim Turnier in Portugal. Den bisher einzigen Sieg gab es 2006 gegen die USA. dpa

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