Sport : Endlich ein Erfolgserlebnis Deutsche Handballer besiegen Slowenien 28:26

Erik Eggers

Dortmund - Es ist knapp geworden, die 10 140 Zuschauer in der Dortmunder Westfalenhalle bangen doch noch um die deutsche Handball-Nationalmannschaft. Zehn Sekunden vor der Sirene jedoch greift sich der Hamburger Pascal Hens entschlossen den Ball, täuscht einmal an und bricht dann durch. Sein gewaltiger Wurf entscheidet das Spiel: 28:26 (15:12) gewinnt der Europameister bei der Neuauflage des EM-Endspiels von 2004 gegen Slowenien und stoppt damit den zuletzt negativen Trend. „Wir brauchten unbedingt dieses Erfolgserlebnis“, sagte nach dem Freundschaftsspiel der deutsche Keeper Henning Fritz (Kiel), der zu den besten Spielern seines Teams zählte. Neun Wochen vor dem Beginn der Europameisterschaft in der Schweiz gebe es „viel Potenzial in der Mannschaft.“

Zwei Tage zuvor, bei der 30:31-Niederlage in Lemgo gegen den gleichen Gegner, war Bundestrainer Heiner Brand „noch richtig erschrocken“ gewesen, da sein Team die sehr physische Gangart des Gegners nicht angenommen hatte. Gestern aber kämpften die Deutschen um jeden Ball. Anfangs lag das Team noch 4:6 zurück. Doch aufbauend auf einer zunehmend stabileren Defensive, die von Frank von Behren (Gummersbach) organisiert wurde, fanden die Deutschen besser ins Spiel. Hens verkürzte mit einem herrlichen Sprungwurf; Kehrmann (per Siebenmeter) und zwei schnell ausgeführte Tempogegenstöße durch Christian Schöne (Göppingen) produzierten die 9:7-Führung. Danach blieb der Vorsprung konstant – bis zur Schlussphase, in der es dann noch einmal spannend wurde.

Bewährt hat sich für den deutschen Handball die erstmals praktizierte Idee der Doppelveranstaltung, die hohe Zuschauerzahl von Dortmund belegt dies. Vor dem Sieg der Männer hatten die deutschen Frauen in Dortmund einen weiteren Sieg in der Vorbereitung auf die am 5. Dezember startende Weltmeisterschaft in St. Petersburg gefeiert, sie bezwangen Slowenien 31:28 (14:13).

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben