Sport : Endlich Sonntag!

Christian Hönicke

freut sich auf neue Möglichkeiten der Freizeitgestaltung Irgendwie sind sie uns ja ans Herz gewachsen. Wie ein Sonntagsspaziergang an einem milden Frühherbsttag waren sie, die Ferrari-Siege in der Formel 1: nett, entspannend, frei von unvorhersehbaren Ereignissen. Egal, wie die Woche lief, eines war klar: Sonntag ist Ferrari-Tag. Nach 57 Spaziergängen in fünf Jahren hatten aber auch die fanatischsten Fußgänger langsam genug. Die Zeit ist gekommen, sich neue Beschäftigungen für den siebten Tag der Woche zu suchen.

Zum Beispiel eine Wildwasserfahrt mit Renault. Das Team hat sich per Kanutripp in Afrika auf die neue Saison vorbereitet, und so präsentiert es sich auch: das schnelle Auto und die draufgängerischen Fahrer als Formel-1-Variante der tosenden Wasserfälle des Kongo. Dem jungen Renault-Piloten Fernando Alonso dürfte künftig nur mit viel Pech der WM-Titel vorenthalten bleiben.

Oder Toyota. Zugegeben, der biedere japanisch-kölsche Rennstall ist auch kaum aufregender als Nordic Walking, aber zumindest schlägt er nicht den ausgetretenen Ferrari-Weg ein, sondern bietet eine neue Route an. Clubgänger dürften sich bei Red Bull am besten aufgehoben fühlen. Das Team veranstaltet die größten Partys der Formel 1 und schafft es nebenbei erstaunlicherweise auch noch, schnelle Autos zu bauen. Jahrmarktenthusiasten begleiten die Achterbahn-Karriere des Nick Heidfeld, die sich bei BMW-Williams momentan auf dem Höhepunkt befindet.

Viele neue Möglichkeiten für die Sonntagsgestaltung tun sich auf. Es spricht ja nichts dagegen, trotzdem hin und wieder einen gepflegten Spaziergang einzulegen.

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