Sport : Endlich vorbei

Leverkusen verabschiedet sich mit einem 0:2 gegen Inter Mailand

Erik Eggers

Leverkusen. Wenn man etwas tun muss, zu dem man keine Lust hat, ist das Ergebnis der Arbeit zumeist nicht besonders ansehnlich. Im Fußball ist das nicht anders. Seitdem feststand, dass Bayer Leverkusen in der Champions League nicht mehr weiterkommen kann, schreckte der Klub die Fußballfans durch schwache Auftritte. Zwar war die Leverkusener Leistung bei der gestrigen 0:2 (0:1)-Niederlage gegen Inter Mailand nicht mehr ganz so schlecht, dennoch blieb erneut ein Erfolg aus.

Inter Mailand besaß vor dem Spiel noch den Druck gewinnen zu müssen, um sicher in das Viertelfinale der Champions League einzuziehen. Dementsprechend schwungvoll begannen die Gäste, die durch Martins die erste Chance besaßen. Hans-Jörg Butt lief geschickt aus seinem Tor heraus und hielt den Schuss des Nigerianers. Es sollte nicht die letzte Rettungstat des Leverkusener Torhüters gewesen sein. Unmittelbar vor der Pause hielt Butt einen Elfmeter von Domenico Morfeo, später rettete er mit einer Fußabwehr gegen den alleine auf ihn zustürmenden Martins. An Hans-Jörg Butt lag es nicht, dass Leverkusen auch im letzte Spiel der Zwischenrunde ohne einen Punkt blieb.

Vielmehr lag es daran, dass Jan Simak sich in der 36. Minute einen schlimmen Abspielfehler leistete. Der freigespielte Martins ließ Butt dieses eine Mal keine Abwehrchance und schob den Ball locker in das linke Eck. Sein anschließender Torjubel per Flick-Flack gehörte noch zu den sehenswertesten Szenen des gesamten Spiels. Gegen Ende flachte die Partie weiter ab, und weil Barcelona in Newcastle führte, musste Mailand nun gar nicht mehr unbedingt gewinnen. Trotzdem traf Emre in der Schlussminute noch zum 0:2-Endstand.

Leverkusen hatte sich immerhin bemüht, und kam auch zu einigen Chancen. Doch in der ersten Halbzeit zögerte Franca zu lange mit einem Torschuss, in der zweiten Halbzeit wurde sein Volleyschuss im letzten Moment abgeblockt. Die Zuschauer, unter denen zahlreiche italienischen Fans waren, pfiffen unaufhörlich den Leverkusener Jan Simak und Thomas Brdaric aus. Beiden waren zuletzt durch besonders schwache Leistungen aufgefallen. Kurz vor Spielschluss entrollten die Fans noch ein Transparent. Dort stand geschrieben: „Europa, wir kommen wieder.“ Fragt sich nur wann.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben