Sport : Endlich zurück

Herthas Innenverteidiger Josip Simunic trainierte gestern erstmals wieder mit seiner Mannschaft

-

Berlin - Ziellos schlenderten die Profis von Hertha BSC über den Schenckendorffplatz. Sie warteten darauf, dass das Trainingsspiel beginnt. Ein Profi aber hielt diese Pause nicht aus, er wollte an sich arbeiten. „Hier“, brüllte Josip Simunic über das Feld. Sein Mannschaftskollege Dick van Burik spielte ihm eine Flanke zu, dann noch eine und noch eine. Simunic hat einiges nachzuholen. Gestern nahm er erstmals seit Januar wieder am Training seiner Mannschaft teil. „Ich fühle mich wieder fit“, sagte der Kroate. Selbst einen Einsatz bei Mainz 05 am kommenden Samstag wollte Simunic nicht ausschließen. Mannschaftsarzt Ulrich Schleicher freute sich über den Optimismus seines Patienten. Dennoch wünschte er sich, „dass Simunic erst einmal zehn bis 14 Tage nur trainiert“.

Die Leidensgeschichte des 28-Jährigen ist lang. Nachdem Simunic im Januar nach einer schweren Fußprellung gerade wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen war, blieb er mit dem Fuß im Rasen hängen. Er stauchte sich die Achillessehne und überdehnte des Außenband seines linken Knies. Sein letztes Spiel hat Simunic am vierten Dezember des vergangenen Jahres in Leverkusen absolviert. Wenn er in zwei Wochen gegen den VfB Stuttgart wieder mitwirken kann, dann bleiben dem kroatischen Nationalspieler noch sieben Spiele, um sich für einen guten Vertrag zu empfehlen. Ob er bei Hertha bleibt oder den Klub nach sechs Jahren verlässt, ist weiterhin unklar. Olympiakos Piräus ist stark an Simunic interessiert, Hertha würde ihn allerdings auch gerne halten. Kurz vor Weihnachten 2005 hatte der Klub sein Angebot an Simunic zwar zurück gezogen und darauf verwiesen, dass der Kroate nun auf Hertha zukommen müsse. Dennoch betonte Hertha-Manager Dieter Hoeneß in den vergangenen Wochen immer wieder, dass eine Weiterverpflichtung des Innenverteidigers möglich sei.

Josip Simunic sagte gestern nichts dazu. Er wollte den Frühlingsanfang und sein erstes Training genießen. ist

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben