Sport : Endspurt auf Englisch

Rugby-WM: England besiegt Schottland in letzter Minute – auch Frankreich im Viertelfinale

Auckland - Es war wie so oft, wenn sich schottische und englische Teams gegenüberstehen. Der Außenseiter aus dem Norden Großbritanniens kämpfte wacker, doch am Ende siegte der große Bruder aus dem Süden. Englands Rugby-Spieler haben ihrem Dauerrivalen Schottland eine bittere Niederlage verpasst. Durch einem hart erkämpften 16:12-Erfolg qualifizierten sich die Engländer am Samstag in Auckland für das Viertelfinale der Weltmeisterschaft in Neuseeland.

Für die Schotten ist das Resultat gleichbedeutend mit dem ersten Vorrunden-Aus bei einer Rugby-WM. An eine sensationelle Niederlage von Argentinien im letzten Gruppenspiel gegen Georgien an diesem Sonntag glaubte nach dem Abpfiff im Eden Park kein schottischer Spieler und Fan. Chris Ashton gelang mit einem Versuch kurz vor dem Spielende die Entscheidung zugunsten der Engländer. Dabei hatten sie bereits 3:12 zurückgelegen. „Ich dachte, die Engländer seien physisch schon am Ende, als sie dann doch noch ihre Chance bekamen“, sagte Schottlands Mannschaftskapitän Alastair Kellock. „Wir haben uns hineingeschmissen, dagegengehalten, aber wir haben sie nicht beeindrucken können.“

In einer packenden und hochklassigen Begegnung vor 58 213 Zuschauern in Auckland gingen die Schotten nach 15 Minuten durch zwei Straftritte von Chris Paterson und Dan Parks 6:0 in Führung. Englands Starspieler Jonny Wilkinson verkürzte in der 33. Minute auf 3:6, ehe Parks per Dropkick zur 9:3-Halbzeitführung traf. Auch im zweiten Abschnitt erwischten die Schotten den besseren Start und gingen nach 56 Minuten 12:3 in Führung – zu diesem Zeitpunkt war Schottland für das Viertelfinale qualifiziert und England hätte sich auf den Weg in die Heimat machen müssen. Doch es war erneut an Wilkinson, sein Team mit sechs Punkten wieder ins Spiel zurückzubringen. Drei Minuten vor dem Ende war Ashton dann mit seinem einzigen Versuch des Spiels für die 14:12-Führung verantwortlich, Toby Flood gelang mit einem Extra der 16:12-Endstand.

Zudem fielen weitere Entscheidungen bei der WM in Neuseeland. Trotz einer 14:19-Niederlage gegen Tonga qualifizierten sich Frankreich für das Viertelfinale. Den Franzosen, die erst in der letzten Minute durch einen Versuch ein höheres Desaster verhinderten, reichte der Bonuspunkt für eine Niederlage mit weniger als sieben Punkten zu Platz zwei in der Gruppe A hinter WM-Gastgeber Neuseeland. Australien hatte beim 68:22 gegen Russland in der Gruppe C keine große Mühe und qualifizierte sich ebenfalls für die K.o.-Runde. Tsp/dapd/dpa

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