Sport : Energie Cottbus - Bayern München: Sonderprämie für Sieg gegen Bayern

Der FC Bayern will Revanche für die Vorjahrs-Blamage, die Cottbuser Vereinsführung stachelt das eigene Team mit einer Extra-Prämie von 12 000 Mark pro Spieler an, falls der Deutsche Meister heute im Stadion der Freundschaft geschlagen wird. "Gegen die Bayern könnte ich sogar 20 000 Mark ausloben. Aber die Jungs sind sowieso total heiß", sagte Präsident Dieter Krein.

Zum Thema Bundesliga aktuell: Ergebnisse und Tabellen
Bundesliga-Tippspiel: Das interaktive Fußball-Toto von meinberlin.de Bayern-Vizepräsident Karl-Heinz Rummenigge hatte seinen Teil zum Aufheizen der Atmosphäre beigetragen, als er im "Kicker" Krein als "stillos" und "Besserwisser" bezeichnete. Der motzte in "Bild" zurück: "Rummenigge scheint mehr in den Füßen als im Kopf zu haben." Begonnen hatte der Austausch all dieser Nettigkeiten nach dem 0:0 der Bayern gegen Sparta Prag, als Nationaltorhüter Oliver Kahn die Stimmung nach dem vorjährigen 0:1 auf den Punkt brachte: "Auf das Spiel haben wir gewartet. Die Vorfälle in der letzten Saison haben wir gespeichert." Seinerzeit hatte sich Bayern-Manager Uli Hoeneß im Zuge der eskalierenden Kokain-Affäre um Christoph Daum den Zorn der Fans zugezogen und war angesichts drohender Fäuste von Bodyguards begleitet worden.

Geyer hofft, dass der Tabellendritte Bayern den Fünften Cottbus immer noch ein wenig unterschätzt. Offen bleibt bis zum Anpfiff, wer den gesperrten Angreifer Sebastian Helbig ersetzt. Radoslaw Kaluzny fehlt nach einer Meniskusoperation. Bei den Bayern muss Carsten Jancker wegen eines Muskelfaserrisses am rechten Fuß vermutlich zehn Tage pausieren. Bixente Lizarazu erhält von Trainer Ottmar Hitzfeld eine Verschnaufpause. Für ihn dürfte Michael Tarnat als linker Verteidiger zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz in dieser Saison kommen. Außerdem fehlen die verletzten Leistungsträger Effenberg, Scholl, Jeremies und Linke.

Neben der schlechten Leistung gegen Prag war beim FC Bayern in dieser Woche das Hauptgespräch die geplante Umwandlung des Vereins in eine Kapitalgesellschaft auf Aktien, in der Franz Beckenbauer den Vorsitz im Aufsichtsrat übernehmen soll. Laut Rummenigge ist "noch gar nicht geklärt", wer den Vorstandsvorsitz der künftigen FC Bayern AG übernehmen wird. Neben ihm selbst kommt dafür derzeit nur Manager Uli Hoeneß in Frage. "Alles, was wir bisher intern beschlossen haben, ist, dass Franz Beckenbauer als Vorsitzender und Vize-Präsident Fritz Scherer als Stellvertreter in den Aufsichtsrat wechseln und dass Uli Hoeneß, Geschäftsführer Karl Hopfner und ich in den Vorstand gehen", sagte Rummenigge der "Süddeutschen Zeitung". Beckenbauer soll dem Verein allerdings auch in Zukunft unbedingt "an vorderster Front" erhalten bleiben, "der Franz tut dem FC Bayern gut."

Die Umstrukturierung der Vereinsführung wird unausweichlich, wenn 75 Prozent der Vereinsmitglieder in zwei Monaten auf der Jahreshauptversammlung der angestrebten Umwandlung zustimmen sollten. Rummenigge schloss einen möglichen Börsengang "zumindest in der Startphase" aus.

0 Kommentare

Neuester Kommentar