Energie Cottbus : Der Manager macht den Weg frei

Steffen Heidrich verlässt Energie Cottbus. Zuletzt hatte der Cottbuser Manager immer wieder Probleme mit dem neuen Coach Claus-Dieter Wollitz.

Matthias Koch
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Heidrichdpa-Zentralbild

Berlin - Steffen Heidrich hatte sich längst aufgegeben. Der Manager des Fußball-Zweitligisten FC Energie Cottbus saß schon beim 3:1 gegen Augsburg nicht mehr auf der Bank. Und zukünftig wird auch sein Platz auf der VIP-Tribüne im Stadion der Freundschaft leer bleiben. In der Nacht zum Dienstag gab der Verein die Trennung von Heidrich bekannt. Offiziell ist der 42-Jährige zurückgetreten. Seit Sommer 2006 hatte der Dresdner diesen Posten inne. Zwei Mal schafften die Lausitzer mit ihm den Klassenerhalt in der Bundesliga. „Wir haben großen Respekt vor der Entscheidung von Steffen Heidrich, den Weg für eine echte sportliche Neuausrichtung freizumachen“, sagt der Cottbuser Präsident Ulrich Lepsch.

Heidrich wollte eigentlich schon nach dem Abstieg aufhören, das aber wollte der Klub nicht. „Schließlich war Trainer Bojan Prasnikar schon zurückgetreten“, sagt Lepsch. „Dass Steffen Heidrich nun einen geordneten Übergang ermöglicht hat, ist aller Ehren wert. Wir sind jetzt sehr gut aufgestellt.“ Heidrichs Anteil daran ist wohl eher bescheiden. Den Transfer von Rückkehrer Sergiu Radu hatte Lepsch eingefädelt.

Zudem unterliefen Heidrich zuletzt Fehler, die das Verhältnis zum neuen Coach Claus-Dieter Wollitz verschlechterten. Heidrich verpflichtete mit Waleri Sokolenko beispielsweise einen Verteidiger, dem Wollitz wenig zutraut. Zudem wird Heidrich das Theater um Gerhard Tremmel angelastet, der immer wieder mit einem Wechsel liebäugelte, dann aber blieb. „Ich halte den Kopf nicht für Dinge hin, für die ich nicht verantwortlich bin“, sagt Trainer Wollitz. Dass der zurückhaltende Heidrich seinetwegen aufhört, streitet Trainer Wollitz ab. Die Machtprobe hat er dennoch für sich entschieden. Matthias Koch

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