Energie Cottbus : Erst feiern, dann meckern

Trotz des 3:1-Sieges von Energie Cottbus gegen den FC Augsburg ärgert sich Trainer Claus-Dieter Wollitz nach dem Abpfiff über seine Spieler.

Matthias Koch[Cottbus]
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Geballte Emotionen. Claus-Dieter Wollitz zwischen Freude und Frust. Foto: dpadpa-Zentralbild

Cottbus - Die Fans des FC Energie Cottbus konnten gar nicht genug bekommen. Nach dem Abpfiff feierten sie zusammen mit den Spielern des Fußball-Zweitligisten. Die Profis aus der Lausitz tanzten wie wild auf dem Rasen im Stadion der Freundschaft. Sie hatten einen guten Grund dafür: Beim Saisonauftakt siegten sie mit 3:1 (2:1) gegen den FC Augsburg.

Vor 13 600 Zuschauern lief Cottbus mit einer anderen Aufstellung als beim 3:1-Erfolg im DFB-Pokal in Magdeburg auf. Für den verletzten Kapitän Timo Rost rückte Marco Kurth ins defensive Mittelfeld. Für Lars Hirschfeld stand überraschend Gerhard Tremmel im Tor; noch nach der Begegnung in Magdeburg hatte sich Energies Trainer Claus-Dieter Wollitz für Hirschfeld als Nummer eins entschieden. Doch Wollitz revidierte sein Urteil vor dem Spiel gegen Augsburg – und lastete Tremmel selbst den Fehler zum zwischenzeitlichen 1:1 durch den ehemaligen Cottbuser Michael Thurk nicht an. Zu offensichtlich war, dass Verteidiger Igor Mitreski den Ball vor dem fangbereiten Tremmel zurück in die Gefahrenzone befördert hatte.

Der Augsburger Gegentreffer blieb der einzige Schönheitsfehler für Energie. Wunderschöne Tore durch Sergio Radu nach einem Pfostenschuss von Jiayi Shao sowie durch Youngster Alexander Bittroff per Kopf zum 2:1 nach einem Freistoß von Shao kurz vor dem Halbzeitpfiff unterstrichen die gute Leistung der Cottbuser. Im zweiten Durchgang knallte Emil Jula nach Zuspiel von Alexander Bittroff den Ball an die Lattenunterkante, von der dieser zum 3:1 hinter die Linie sprang. Claus-Dieter Wollitz hatte dennoch etwas zu meckern. „Ich sehe unseren Erfolg ein bisschen differenzierter“, sagte der Cottbuser Coach. „Ich glaube, dass Augsburg von der Spielanlage weiter war als wir.“

Einmal in Rage geredet fand der Trainer weitere Kritikpunkte und ärgerte sich über einen Cottbuser Spieler, der nach dem Abpfiff nicht an den Feierlichkeiten seines Teams teilnahm. „Dann weiß man, welche Probleme in Cottbus nach wie vor herrschen. Der Verein muss knallhart durchgreifen.“ Es soll sich um Mariusz Kukielka handeln, der in der 87. Minute für Miatke eingewechselt wurde. Matthias Koch

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