• Energie Cottbus rückt der ersten Liga immer näher - Gladbach und Nürnberg sitzen den Lausitzern im Nacken

Sport : Energie Cottbus rückt der ersten Liga immer näher - Gladbach und Nürnberg sitzen den Lausitzern im Nacken

Das Tor zur Bundesliga ist für Energie Cottbus drei Spieltage vor Saisonende noch immer weit geöffnet. Der 3:2-"Zittersieg" über Waldhof Mannheim sorgte bei den Mannen von Trainer Eduard Geyer schon vorzeitig für euphorische Reaktionen. "Wenn es mit dem Aufstieg klappt, mache ich eine Woche lang blau und muss dann zwei Wochen an den Tropf", scherzte Verteidiger Christian Beeck, der gegen Mannheim bereits seine 13. Gelbe Karte kassierte. Auch Geyer hat trotz der Rückschläge in Karlsruhe und Aachen (jeweils 0:1) die Erste Liga fest im Visier. "Es würde mich schon ganz schön ankotzen, wenn es jetzt nicht klappt, nachdem wir fast die gesamte Saison vorn gestanden haben. Wir wollen das Riesending unbedingt schaffen, schon um die Großen zu ärgern", so der Trainer.

Wie so oft in der Vergangenheit zeigte sich Eduard Geyer zwar mit dem Ergebnis, keineswegs aber mit der Leistung seiner Elf zufrieden. "Es war eine Katastrophe, wie einige bei 30 Grad Hitze den Kopf verloren haben", kritisierte er den Angsthasen-Fußball seiner Kicker. Die Cottbuser führten 3:0, aber nach dem ersten Mannheimer Treffer brachten sie kaum noch den Ball aus der eigenen Hälfte. Als Vorteil im Kampf um Platz drei gegenüber den namhaften Mitstreitern 1. FC Nürnberg und Borussia Mönchengladbach werfen die Lausitzer ihre Erprobtheit in brenzligen Situationen in die Waagschale. "Der Abstiegskampf im Vorjahr war eine gute Erfahrung. Wir müssen so wie damals die Nerven behalten, dann schaffen wir es", weiß der Kroate Antun Labak, der mit seinen Saison-Toren 15 und 16 in der Torjägerliste der Zweiten Liga auf Platz drei liegt.

Nach dem Heimspiel am kommenden Donnerstag gegen den FC St. Pauli müssen die Cottbuser noch bei Kickers Offenbach antreten, die sie im Hinspiel 5:0 abfertigten, und empfangen am letzten Spieltag den 1. FC Köln, während sich Nürnberg und Gladbach im direkten Vergleich gegenüber stehen. "Wir haben das beste Schluss-Programm. Aber wir müssen noch drei Mal 90 Minuten mit Herz fighten für das große Ziel", meinte Energie-Libero Rudi Vata.

Mit Toralf Konetzke (Fortuna Köln) und Jens Melzig (Tennis Borussia) planen zwei "Alt-Cottbuser" zur nächsten Saison die Rückkehr in ihre Heimat. Zudem haben die Cottbuser Kontakt zum 20-jährigen Talent Silvio Schröter von Dynamo Dresden ausgenommen. Auch am ungarischen National-Verteidiger Vilmos Sebök, der vom englischen FC Bristol an Mannheim ausgeliehen ist, zeigen die Cottbuser Interesse.

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