Sport : Energie Cottbus: Verbessertes Angebot für Vasile Miriuta

Karsten Doneck

Andere Bundesligaklubs jonglieren bei den Ablösesummen bereits im zweistelligen Millionenbereich. Der FC Energie Cottbus indes wirtschaftet weiter in ganz bescheidenem Rahmen. So plant der Verein, für die nächste Saison in Liga eins nur bis zu vier Millionen Mark für Verstärkungen auszugeben, "nicht für einen neuen Spieler, sondern für alle", wie Manager Klaus Stabach betont. Sollte die Mannschaft absteigen, blieben gerade noch knapp zwei Millionen Mark für Spielereinkäufe übrig.

Namhafte Fußballer werden sich da kaum in die Lausitz locken lassen. Energie Cottbus vertraut wieder einmal darauf, dass Trainer Eduard Geyer mit dem ihm eigenen Urteilsvermögen und Fingerspitzengefühl auch für wenig Geld gute Leute findet. Zwei von dieser Sorte meinen die Cottbuser schon gefunden zu haben. Gerne würden sie dem Viertligisten Dynamo Dresden zwei Talente abluchsen: Lars Jungnickel, 19 Jahre alt und Stürmer, sowie Silvio Schröder, 21 Jahre alt und Mittelfeldspieler. "Die haben wir lange beobachtet", sagt Stabach. Ihm ist dabei auch bewusst: "Mit denen werden wir nicht auf Anhieb einen großen Qualitätssprung erreichen, das wären eher Verpflichtungen für die Zukunft."

Der FC Energie, der sich heute mit einem Sieg über den VfL Wolfsburg Luft im Abstiegskampf verschaffen möchte, leidet aber auch darunter, dass einige Fußballprofis in ihrer Cottbuser Zeit ihren Ruhm kräftig vermehrt haben. Beispiel: Vasile Miriuta. Hinter dem Mittelfeldspieler, der den Ball in so außergewöhnliche Flugbahnen schicken kann, soll Borussia Mönchengladbach her sein. "Er steht über die Saison hinaus bei uns unter Vertrag. Wir hoffen, dass seine euphorische Phase anhält und werden ihm in Kürze ein verbessertes Angebot unterbreiten", verkündet Stabach.

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