Sport : England - Finnland: David Beckhams Wundertor und das mahnende Lob

Martin Pütter

"Hoffnung kehrt zurück für England" - mit dieser Schlagzeile fasste die "Sunday Times" am besten die Stimmung auf dem englischen Teil der Insel nach dem 2:1-Erfolg der englischen Fussballer in Liverpool über Finnland in der WM-Qualifikation der Gruppe 9 zusammen. Jubel herrschte überall über David Beckham und sein "Wundertor" ("The Sun") zum 2:1, und auch Michael Owen wurde wegen seines Ausgleichstors zum 1:1 gefeiert. Und doch: Die Medien hatten auch Vorbehalte. "Die Wichtigkeit dieses Sieges kann nicht hoch genug bewertet werden, aber es gibt auch Einschränkungen", mahnte die "Sunday Times".

Genau, sekundierten Spieler und Trainer Sven-Göran Eriksson. "Es war sicher nicht unser bestes Spiel, aber manchmal geht es nur darum, ein Resultat zu erreichen", sagte Jung-Star Michael Owen. Und ein erleichteter Eriksson erklärte: "Wir mussten viel leiden am Schluss." Aber der Erfolg war verdient - sagt jedenfalls der Coach. Und notwendig: "Das brauchten wir."

Doch die Finnen mit ihrem herausragenden Kapitän Jari Litmanen und dem exellenten Verteidiger Sami Hyyppia hatten mit ihrer ersten Chance schon das 1:0 erzielt. Rio Ferdinand stand zu weit von Aki Riihilahti entfernt, und dessen Kopfball lenkte Gary Neville mit seinem Knie vor dem fangbereiten Seaman unhaltbar ab.

Aber diesmal fiel die englische Mannschaft nicht wie früher nach einem Rückstand auseinander, sondern hielt sich an ihre Taktik. Die Tore kamen nach zuerst gewonnenen Zweikämpfen und guten Spielzügen zustande, und nach Beckhams Tor hatte England weiter grosse Chancen.

Nun muss das Team am Mittwoch allerdings auch noch Albanien besiegen. Und diese Mannschaft ist durchaus ernst zu nehmen. Sollten die englischen Spieler daran Zweifel haben, empfiehlt sich eine kleine Rücksprache bei den deutschen Spielern. Die wissen spätestens seit Samstag abend Bescheid.

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