Sport : Englands Schwimmer dominieren die übrigen Nationen

Der "Hit" im Braunschweiger Heidbergbad dröhnt regelmäßig aus den Lautsprecherboxen - "God save the Queen", die britische Nationalhymne. Mit bisher 19 Titeln und insgesamt 31 Medaillen nach zwei von sechs Wettkampftagen dominiert die Mannschaft Großbritanniens bei den Schwimm-Europameisterschaften der Behindertensportler den Rest des Kontinents. Das Team von der Insel überlässt in Braunschweig nichts dem Zufall. Die 47 Athleten werden als größtes EM-Aufgebot von einem Stab mit 21 Trainern, Medizinern und Physiotherapeuten betreut. Auch in der Vorbereitung gab es keine Unterschiede zu der des Teams des britischen Schwimm-Verbandes, das vor zwei Wochen bei der EM in Istanbul gestartet war. Im Gegensatz zu den deutschen Schwimmern befinden sich Englands Behinderten-Schwimmer unter einem Dach mit den Nicht-Behinderten.

"Wir waren im Januar mit 20 Schwimmern im Trainingslager an der Gold Coast bei Brisbane in Australien", sagt Clive Durren, der beim britischen Schwimm-Verband ASF hauptamtlich als Direktor für den Behindertensport arbeitet. Durren hat mit dem blinden Tim Reddish einen ebenfalls im Full-Time-Job bei der ASF tätigen Koordinator zur Seite, der als aktiver Teilnehmer zu bislang zweimal Gold kam. Reddish siegte in der Startklasse elf über 400 m Freistil (4:54,61) und 200 m Lagen (2:36,74).

Laut Durren gibt es keine Unterschiede in der Förderung zwischen den nicht-behinderten Schwimmern und den behinderten. Umgerechnet 2,9 Millionen Mark erhalten Großbritanniens behinderte Schwimmer aus der Staatskasse. "Daraus können wir Trainer und umfangreiche Lehrgangsmaßnahmen finanzieren", erklärte Durren.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben