Sport : Entscheidung unter Flutlicht

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Dresden (dpa). Das deutsche Fedcup-Team hat den Einzug ins Viertelfinale geschafft und Vorjahresfinalist Russland in die Relegation geschickt. Die Mannschaft von Bundestrainer Markus Schur trifft nach dem überraschenden 3:2-Erfolg von Dresden am 20./21. Juli auf den fünfmaligen Fedcup-Sieger Spanien. Dagegen muss das russische Team, das ohne Anna Kurnikowa angetreten war, um den Verbleib in der Weltgruppe kämpfen.

„Wir haben uns gegen einen von der Papierform her übermächtigen Gegner extrem gut verkauft. Die Russinnen sind in der Weltrangliste um die 40 Plätze besser platziert als unsere Spielerinnen“, sagte Schur nach einer begeisternden Vorstellung. Den größten Anteil am ersten Sieg gegen die favorisierten Russinnen hatte die als Nummer eins nominierte Barbara Rittner mit zwei Einzelsiegen sowie dem entscheidenden 7:6 (7:1), 6:2 im Doppel mit Marlene Weingärtner gegen Jelena Dementjewa/Jelena Lichowtsewa.

Die 29-Jährige präsentierte sich in Dresden topfit und füllte ihre Rolle als neue Leitfigur in einer jungen deutschen Mannschaft exzellent aus. „Das war mein bislang bester Auftritt im Fedcup, keine Frage. Die Führungsrolle liegt mir“, sagte die Nummer 67 der Weltrangliste. Einem Dreisatz-Erfolg gegen Anastasia Myskina (7:5, 3:6, 7:5) am ersten Tag ließ Rittner am Sonntag einen 6:3, 6:1-Sieg gegen die Weltranglisten-15. Jelena Dementjewa folgen. Die völlig indisponierte Russin, die im Auftakteinzel Martina Müller mit 6:4, 6:2 geschlagen hatte, leistete sich auf ungeliebtem Sand ungewohnt viele Doppelfehler. Barbara Rittner diktierte mit aggressiver Spielweise das Geschehen.

Auch die 19 Jahre alte Martina Müller trumpfte mit frischem und unbekümmertem Tennis auf. Allerdings verlor sie gegen Myskina nach 3:06 Stunden 6:7 (5:7), 7:6 (7:4), 9:11, nachdem sie sieben Matchbälle abgewehrt hatte. „Ich bin enttäuscht, aber Anastasia ist schon etwas länger auf der Tour als ich. Mir fehlt noch etwas die Erfahrung“, sagte Müller. Ihre fehlende Erfahrung machte das deutsche Doppel wett. Unter Flutlicht erzwangen Barbara Rittner und Marlene Weingärtner die Entscheidung.

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