Sport : Entspannt bis selbstbewusst

Dortmund und Hamburg setzen aufs Weiterkommen im Uefa-Cup

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Berlin (dpa/Tsp). Rechtzeitig vor der nächsten Bewährungsprobe scheint sich Borussia Dortmund gefangen zu haben. Nach dem Aus in der Champions League, den Protesten der eigenen Fans sowie den unliebsamen Diskussionen über Gehaltskürzungen und steuerfreie Feiertagszuschläge hat sich beim BVB nicht nur die prekäre Personallage entspannt. Die zum Kollektiv gewachsene NotElf verblüffte mit sechs Siegen in den letzten sieben Pflichtspielen und steht am Mittwoch (20.30 Uhr, live in der ARD) im Duell mit Austria Wien vor dem Einzug in die zweite Runde des Uefa-Cups.

Trainer Matthias Sammer mag aber dem positiven Trend noch nicht vollends trauen: „Das Geschrei möchte ich hören, wenn wir gegen Wien ausscheiden. Das wäre unwürdig für Dortmund.“ Dennoch, das 2:1-Polster aus dem Hinspiel vor drei Wochen und die Rückkehr einiger Rekonvaleszenten schüren die Hoffnung. Viel wird davon abhängen, wie schnell die wiedergenesenen Jan Koller und Juan Ramon Fernandez sowie der im Notfall wohl für einen Teileinsatz vorgesehene Tomas Rosicky zurück zur Form alter Tage finden. „Wichtig ist, dass die Rückkehrer nicht nur präsent sind, sondern den Geist verkörpern, den die Mannschaft zuletzt gezeigt hat“, sagte Sportmanager Michael Zorc. „Wir haben in den letzten Wochen bewiesen, dass wir mit unheimlicher Maloche bestehen können“, sagte Sammer, „auch wenn wir mit unserer Spielweise keinen von den Stühlen gerissen haben.“

Ähnlich ist die Ausgangslage für einen zweiten Bundesligisten. Nach dem knappen 2:1 im Hinspiel stellt der Hamburger SV erstaunliches Selbstbewusstsein zur Schau für das Rückspiel beim ukrainischen Vertreter Dnjepr Dnjepropetrowsk am Mittwoch (18.00 Uhr/DSF) . „Wir kommen weiter, weil wir klar besser sind“, sagt Torwart Martin Pieckenhagen. Auch Trainer Kurt Jara glaubt an einen stärkeren Auftritt seiner Mannschaft in Dnjepropetrowsk. „Die Ukrainer müssen das Spiel machen und können sich nicht wie im ersten Spiel hinten reinstellen, denn sie brauchen ja ein Tor. Das eröffnet uns Räume für Konter“, sagt der Österreicher, der am Dienstag 53 wurde. Gefeiert wurde noch nicht. Sein Wunsch an die Mannschaft, der schon einer Forderung gleichkommt: „Eine Runde weiterkommen.“

Den HSV plagt in dieser Saison allerdings ein unerklärliches Problem: Die erste Halbzeit wird grundsätzlich schwach gespielt. „Auf Dauer kann das natürlich nicht gut gehen“, sagt Jara. Damit ihm nicht wieder die Abwehr mit kapitalen Schnitzern die Laune verdirbt, setzt der Österreicher auf Rückkehrer Bernd Hollerbach. Der 33-Jährige, der wegen langwieriger Verletzungen in dieser Saison noch kein Spiel bestritten hat, soll nun Hamburg in die nächste Runde befördern.

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