Sport : „Er hat die Chance verpasst aufzuklären“

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Wolfgang Strohband (Manager Jan Ullrich): „Ich bin froh, dass Jan eine gute Zukunft vor sich hat. Aber ich hätte ihn auch lieber weiter auf dem Rennrad gesehen. Ich war am Anfang gegen die Entscheidung, habe aber eingesehen, dass es keinen Sinn macht. Wir arbeiten weiter zusammen.“

Karl Link (Olympiasieger 1964 mit Bahnvierer): „Ich sehe es gelassen, dass er als Berater und Werbeträger dem Radsport erhalten bleibt. In fachlichen Dingen kann er sicherlich hilfreich sein, aber auf Nachwuchsfahrer würde ich ihn nicht loslassen. Ich gehe davon aus, dass Jan Ullrich an diesem Dopingskandal beteiligt ist, weil mir seine Verzögerungstaktik komisch vorkommt.“

Thomas Bach (Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB): „Ich habe vom ersten Tag an Jan Ullrich zur Abgabe einer DNA-Probe geraten. Mit der Erklärung von heute hat er wohl auch die letzte Chance verpasst, für Aufklärung zu sorgen.“

Helmut Digel (Vizepräsident Internationaler Leichtathletik-Verband und Sportwissenschaftler): „Es ist sehr sinnvoll, dass Jan Ullrich seine Karriere beendet. Der Fall Ullrich zeigt deutlich, dass im Anti-Doping-Kampf die bestehenden Systeme nicht ausreichen. Wenn über acht Monate seit den ersten Verdächtigungen vergangen sind, und man konnte den Fall immer noch nicht klären, dann stimmt etwas nicht.“ Tsp/dpa

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