Sport : „Er hat schon 1999 angefangen zu sterben“ Reaktionen zum Tode

Marco Pantanis

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Jan Ullrich (Tourde-France-Sieger von 1997): „Man ist immer schwer geschockt, wenn man vom Tod eines Sportkameraden erfährt. Da ich gerade hier in Italien im Trainingslager bin, bekomme ich verstärkt mit, wie Pantanis Radgemeinde trauert. Ich hoffe, dass die Ursachen, die zu seinem Tod führten, schnell und gründlich aufgeklärt werden.“

Eddy Merckx (fünffacher Tour-de- France-Sieger): „Pantani hat sicher Fehler gemacht. Aber er ist die Beute der italienischen Justiz geworden, die ihn nicht mehr losgelassen hat. Das hat ihn völlig zerstört.“

Mario Cipollini (Italien, mehrfacher Weltmeister): „Für den Radsport ist das eine große Tragödie.“

Felice Gimondi (Italien, früherer Tour- de-France-Sieger): „Er hat seine Erfolge sehr teuer bezahlt.“

Marcel Wüst (Köln, ehemaliger Radprofi): „Er hatte eine schlimme Krankheit und vielleicht diesen Weg als einzigen Ausweg gesehen. Sein Tod sollte uns nachdenklich stimmen auf das, was wirklich wichtig im Leben ist.“

Claudio Chiappucci (früherer Teamkollege Pantanis): „Man hätte Marco helfen sollen, als er Hilfe brauchte.“

Alberto Zaccheroni (Trainer von Inter Mailand und Freund von Pantani): „Ich wusste, dass es ihm schlecht geht. Ich habe mehrmals versucht, mit ihm Kontakt aufzunehmen. Aber das gelang mir nicht.“

La Repubblica: „Er hatte sein Leben schon lange verloren. Er hat 1999 angefangen zu sterben.“

Gazzetta dello Sport: „Die Welt weint. Italien hält den Atem an. Man bekommt große kollektive Gewissensbisse.“

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