• „Er ist ein Gentleman des Fußballs“ Reaktionen auf Zidanes Rücktritt nach der WM

Sport : „Er ist ein Gentleman des Fußballs“ Reaktionen auf Zidanes Rücktritt nach der WM

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Madrid - Der französische Weltklasse-Fußballer Zinedine Zidane beendet seine Profikarriere nach der Weltmeisterschaft 2006. Das sagte der Spielmacher von Real Madrid und der französischen Nationalelf am Mittwoch. „Es liegt vor allem an meinem Körper. Ich habe mir selbst gesagt: Noch ein Jahr schaffe ich nicht“, sagte Zidane, dessen Vertrag in Madrid bis Sommer 2007 läuft. Der 33 Jahre alte frühere Welt- und Europameister schloss nicht aus, nach dem Ende der Karriere weiter mit Real zusammenzuarbeiten. „Am liebsten möchte ich etwas für Kinder tun“, sagte der Weltfußballer der Jahre 1998, 2000 und 2003.

Mit Hochachtung und Respekt hat Franz Beckenbauer auf die Ankündigung Zidanes reagiert. „Wir sind glücklich, dass Zidane überhaupt bei dieser WM dabei ist, nachdem er im vergangenen Jahr seinen Rücktritt von der Nationalmannschaft wieder rückgängig gemacht hat“, sagte der Chef des WM-Organisationskomitees und fügte hinzu: „Ich kann mir für einen der größten europäischen Fußballer aller Zeiten keinen größeren Abschluss vorstellen als ein WM-Turnier.“

Frankreich dagegen reagierte mit Wehmut. „Ein großer Champion tritt ab. Ich spüre viele Emotionen, darunter ein bisschen Traurigkeit“, sagte Aime Jacquet, der die Franzosen 1998 als Trainer zum WM-Titel geführt hatte. Auch andere Weggefährten Zidanes von damals teilen diese Gefühle: „Er ist ein Gentleman des Fußballs. Ich werde ihn vermissen“, sagte Torjäger Thierry Henry vom FC Arsenal. Der ehemalige Welttorhüter Fabien Barthez kürte Zidane sogar zu seinem persönlichen Spieler des Jahrhunderts: „Er ist ein Monument.“ Und David Beckham fügte hinzu: „Zidane ist ein großer Fußballer, aber als Freund und Mensch ist er noch besser.“

Schon seit Monaten hatte es in Spanien Spekulationen um Zidanes Zukunft gegeben. Seit Beginn der Saison plagte sich der Spielmacher mit Verletzungen herum. Und wenn er spielte, präsentierte er sich oft in so schwacher Form, dass er kaum wiederzuerkennen war.

Zidane, Sohn algerischer Einwanderer, war 2001 für eine Ablösesumme von etwa 78 Millionen Euro als teuerster Spieler der Fußball-Geschichte von Juventus Turin nach Madrid gewechselt. Der Rekord hat bis heute Bestand. 2002 schoss er Real im Finale der Champions League gegen Bayer Leverkusen mit einem Supertor zum 2:1-Sieg. „Ich muss auf meinen Körper hören. Meine Entscheidung ist endgültig. Ich kann sie nicht noch ein weiteres Jahr hinausschieben“, sagte Zidane. dpa

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