Sport : Erfolglos beworben

Hrubesch siegt mit der U 21 – ihr Trainer wird er nicht

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Hrubesch

Osnabrück - Horst Hrubesch hat als Interimscoach der U-21-Junioren des DFB eine perfekte Bewerbung abgeliefert, doch neuer Cheftrainer des Jahrgangs soll der Europameister von 1980 nicht werden. „Horst Hrubesch weiß, dass wir einen neuen Trainer suchen und dass er es nicht wird“, sagte DFB-Sportdirektor Matthias Sammer. U-20- Coach Hrubesch hatte die DFB-Junioren am Dienstagabend als Interimstrainer im letzten Testspiel des Jahres zu einem 1:0-Erfolg über Italien geführt. Eine Entscheidung über den neuen U-21-Trainer als Nachfolger des entlassenen Dieter Eilts soll noch in diesem Jahr fallen, bestätigte Sammer.

Damit ist die Besetzung des Cheftrainerpostens für das wichtigste Juniorenteam im DFB weiterhin offen und eine externe Lösung denkbar. „Unsere ganze Konzentration gilt jetzt der Suche nach dem Coach“, sagte der DFB-Sportdirektor auch in Hinblick auf die EM-Endrunde im kommenden Jahr in Schweden. Sammer zollte Hrubesch für sein Engagement und seine akribische Arbeit großen Respekt. „Er ist ein Typ“, meinte Sammer. Für Hrubesch, der in diesem Jahr mit der U-19-Mannschaft des DFB Europameister wurde und die nachfolgende U 20 im nächsten Sommer bei der WM in Ägypten betreut, ist damit eine schwierig zu bewältigende Doppelbelastung vom Tisch. „Das ist eine tolle Mannschaft und es macht großen Spaß mit ihr zu arbeiten“, sagte Hrubesch, der das Team gerne übernommen hätte. Er weiß aber auch, dass er damit große terminliche Probleme bekommen hätte. Denn auf die U-20-WM wollte Hrubesch auf keinen Fall verzichten. „Die WM werde ich nicht hergeben können. Das kann ich meinen Jungs nicht antun“, sagte der DFB-Coach.

Mit dem 1:0-Sieg über Italien beendeten die DFB-Junioren ein erfolgreiches Jahr mit sieben Siegen in zehn Spielen und nur einer Niederlage sowie der Qualifikation für die EM-Endrunde. Ein Lichtblick im Team war Toni Kroos vom FC Bayern, der mit einem Distanzschuss in der 48. Minute die Partie entschied. Für Sammer zählt der Mittelfeldspieler ohnehin zu den Ausnahmespielern. „Wir haben in Deutschland, ob Kroos oder Mesut Özil, ganz hervorragende Fußballer, die man braucht um Spiele zu gewinnen“, befand der Sportdirektor. dpa

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