Erfolgreich durch Selbstvertrauen : Union besiegt Cottbus 1:0

Schon nach zehn Minuten gingen die Berliner im Spiel gegen Energie Cottbus in Führung. Die Cottbusser kämpften bis zum Ende vergeblich um den Ausgleich. Es bliebt beim 1:0 durch Silvio.

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Den entscheidenen Treffer von Silvio (2.v.l.) zum 1:0 konnte auch der ehemalige Herthaner Chris Müller (l.) nicht verhindern.
Den entscheidenen Treffer von Silvio (2.v.l.) zum 1:0 konnte auch der ehemalige Herthaner Chris Müller (l.) nicht verhindern.Foto: dpa

Die Hände hatte Claus-Dieter Wollitz tief in den Jackentaschen vergraben, er blickte starr auf das Spielfeld. Das Spiel zwischen dem 1. FC Union und Energie Cottbus neigte sich dem Ende entgegen, und der Cottbusser Trainer, sonst für seine emotionalen Ausbrüche bekannt, hatte sich offenbar dem Schicksal ergeben. Trotz bester Gelegenheiten in der zweiten Halbzeit wollte seinem Team vor 17 478 Zuschauern im Stadion An der Alten Försterei kein Tor gelingen, am Ende besiegte der 1. FC Union Energie Cottbus durch ein Tor von Silvio mit 1:0 (0:0).
Cottbus begann besser, Bernardo de Oliveira hatte kurz nach Spielbeginn die erste gute Gelegenheit. Im Anschluss aber dominierten die Berliner, die auch nach zehn Minuten durch einen Abstauber von Silvio in Führung gingen. Zuvor hatte Torhüter Thorsten Kirschbaum den Kopfball von Christian Stuff noch parieren können. Union blieb auch danach gefährlich, doch Chinedu Ede scheiterte bei dem Versuch, die Führung auszubauen.
Cottbus hätte noch in der ersten Halbzeit durch Christian Müller und Daniel Adlung den Ausgleich erzielen können, doch entweder waren Unions Torwart Jan Glinker oder ein Berliner Abwehrspieler im Weg. Nachdem John Jairo Mosquera und Christopher Quiring zu Beginn der zweiten Halbzeit die Vorentscheidung verpasst hatten, rückte Glinker endgültig in den Mittelpunkt. Zuerst landete ein Schuss von Daniel Adlung an der Latte, später glänzte Unions Torhüter mit blitzschnellen Reaktionen gegen Adlung und Dimitar Rangelow. „Der Unterschied heute waren unsere letzten Erfolge“, sagte der Berliner Trainer Uwe Neuhaus. „Dadurch hatten wir das nötige Selbstvertrauen, um auch kritische Phasen ruhig zu überstehen.“
Während der Cottbusser Druckphase hätte Torsten Mattuschka fünf Minuten vor Schluss völlig freistehend die Entscheidung zugunsten Unions herbeiführen müssen. Danach trieb Claus-Dieter Wollitz seine Mannschaft noch einmal wild gestikulierend nach vorne, doch es nutzte nichts mehr. Union blieb auch im vierten Spiel hintereinander ungeschlagen und beendet die Hinrunde mit 28 Punkten – so viele wie noch nie seit dem Wiederaufstieg 2009.

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