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Erfolgreicher Abschluss des WM-Jahres : Toni Kroos trifft: Die Nationalmannschaft besiegt Spanien

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat das WM-Jahr mit einem 1:0-Sieg gegen Spanien abgeschlossen. Das entscheidende Tor gegen den Europameister erzielte Toni Kroos kurz vor Schluss.

Nahm Maß: Toni Kroos erzielte den Siegtreffer gegen Spanien.
Nahm Maß: Toni Kroos erzielte den Siegtreffer gegen Spanien.Foto: Imago

Noch einmal pfiff Joachim Löw der Wind vom rufnahen Atlantik durchs Haar, dann war es das auch mit diesem so besonderen Länderspieljahr 2014. Gut vier Monate ist es her, dass sich die deutsche Nationalmannschaft beim Weltturnier auf der anderen Seite des Atlantiks, in Brasilien, völlig verdient die Krone aufsetzte, danach aber so spielte, als wollte sie die Welt vom Gegenteil überzeugen. Wenigstens der Abschluss stimmte nach rumpeligen Spielen durch den Herbst versöhnlich. Gegen den aktuellen Europameister Spanien (2012) gewann der aktuelle Weltmeister durch ein spätes wie schönes Tor von Toni Kroos mit 1:0 (0:0).

Die Kritik zuletzt war gerechtfertigt. Aber die Mannschaft, die heute auf dem Platz stand, hat es sehr gut gemacht“, sagte Sami Khedira. Der Mittelfeldspieler hatte in Abwesenheit zahlreicher prominenter Mitspieler erstmals als Kapitän die deutsche Mannschaft auf den regendurchnässten Rasen des Estadio Balaídos, der Heimstätte des Erstligisten Celta Vigo, in der nordwestlichen, autonomen Gemeinschaft Galicien geführt.

Joachim Löw hatte sich für das Prestige-Duell mit dem Weltmeister-Vorgänger für eine Startaufstellung im kompakten 3-4-3-System entschieden und anstelle des offensiven Leverkuseners Karim Bellarabi den eher defensiven Sebastian Rudy (Hoffenheim) aufgeboten. Nach 20 Minuten kam Bellarabi doch ins Spiel, weil Thomas Müller (München) nach einem Zusammenprall mit Sergio Ramos ausgewechselt werden musste.

Torwart Ron-Robert Zieler erhielt eine Chance

Darüber hinaus erhielten neben Torwart Ron-Robert Zieler (Hannover) die ebenso unerfahrenen Antonio Rüdiger (Stuttgart) in der Abwehr und Kevin Volland (Hoffenheim) im Angriff eine Chance. Volland kam in der fünften Minute zu einer ersten Möglichkeit. Dann aber übernahmen die ebenfalls ersatzgeschwächten Spanier das Geschehen. Sie hatten deutlich mehr Ballbesitz und waren deshalb feldüberlegen.

Echte Torgefahr konnten sie aber selten entwickeln. Im Gegenteil, in der ersten Halbzeit waren die Deutschen mit ihren wenigen Chancen dem Führungstor sogar näher. Mario Götze vergab nach einer Vorlage Müllers, wobei Spaniens Torhüter Iker Casillas klasse parierte. Zehn Minuten später bot sich dann Rudy eine Schusschance, doch der Hoffenheimer verzog. Es ging torlos in die Halbzeit.

Es war durchaus als Erfolg zu werten, dass diese bunt zusammengewürfelte Notelf nicht schlechter aussah als der Gastgeber. Löws Plan ging insofern auf, als dass er nach den zuletzt dürftigen Leistungen die Defensive stabilisierte. Immer wenn Spanien im Ballbesitz war, ließen sich die beiden Außenspieler Erik Durm (links) und Rudy (rechts) zurückfallen, sodass aus der Dreier-Abwehrkette ein Fünfer-Riegel wurde, in dessen Zentrum Rüdiger, Benedikt Höwedes und Shkodran Mustafi sich sichtlich mühten. Dass darunter bisweilen die eigene Offensive etwas litt und der eine oder andere Fehlpass unterlief, durfte der fehlenden Abstimmungen zugerechnet werden. Zumindest war mehr Temperament drin als zuletzt gegen Gibraltar.

Am Ende nahm Toni Kroos mal Maß

Und auch in der zweiten Hälfte blieb das Spiel weitgehend ausgeglichen, wobei die Deutschen etwas offensiver wurden. Aber nach einer Stunde musste Zieler einen Freistoß von Nolito parieren, der für Celta Vigo spielt und gestern sein Debüt in der Nationalelf gab.

Die Schlussphase leitete ein prächtiger Distanzschuss von Kevin Volland ein, in der wenig später Torwart Zieler noch einmal glänzend gegen den eingewechselten Pedro parierte. Als am Ende nichts mehr zu gehen schien, nahm Toni Kroos mal Maß und zog aus gut 18 Metern ab – der Ball setzte auf und zischte ins Netz.

„Ich denke, dass man sich keinen besseren Jahresabschluss wünschen kann. Und das bei schwierigen Bedingungen und in einer Formation, in der diese Mannschaft noch nicht zusammengespielt hat. Das war heute auch einfach mal ein Test. Das sollte uns eine weitere Variante geben. Und es war auf jeden Fall ein guter Beginn.“ (Tsp)

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