Sport : Erfolgreicher Durchschnitt

Freiburg gewinnt glücklich 1:0 gegen 1860 München

Christoph Kiesslich

Freiburg. Volker Finke freute sich noch mehr als das der Freiburger sonst so macht, wenn sein Team mal wieder drei Punkte holt. 1:0 hatten die Freiburger gegen 1860 München gewonnen. An sich wenig sensationell. Aber Übungsleiter Finke bereitete vor allem die Einstellung seiner Spieler Genugtuung. „Für uns war der Erfolg wichtig gegen eine Mannschaft, gegen die wir in den letzten Jahren nicht so häufig gewonnen haben“, sagte er.

Hatte der Sport-Club vor Wochenfrist in Dortmund noch durch Selbstgefälligkeit ein Erfolgserlebnis verschlampt, so überzeugte dieselbe Mannschaft bei schwierigen äußeren Bedingungen und Dauerregen diesmal vor allem kämpferisch. Matchwinner der Breisgauer war einmal mehr Zlatan Bajramovic. Der Bosnier erzielte seinen fünften Saisontreffer. Dabei wird auch dem 24-Jährigen nicht verborgen geblieben sein, dass er an diesem Nachmittag unterdurchschnittlich gespielt hatte. Ihn vom Platz zu holen, verbietet sich für Finke aber derzeit, weil er um den Torinstinkt seines Mittelfeldspielers weiß: Steht er an der richtigen Stelle, dann lässt er sich schon mal anschießen. Das passierte gestern in der 77. Minute eines völlig offenen Spiels, zu einem Zeitpunkt, als sich 1860-Coach Falko Götz schon der trügerischen Gewissheit hingab, dass die Partie eigentlich nur 0:0 ausgehen konnte.

Die lösbare flache Hereingabe von Andreas Zeyer bugsierten Torwart Hofmann und Linksverteidiger Görlitz, dessen Fehler schon vor einer Woche die Heimniederlage gegen Stuttgart eingeleitet hatte, Bajramovic maßgerecht auf den rechten Fuß. Ein sehr dummes Tor, konstatierte Götz, und Präsident Karlheinz Wildmoser assistierte: „Freiburg war nicht die bessere und auch nicht die schlechtere Mannschaft, aber die glücklichere.“ Richtig widersprechen wollte auf Freiburger Seite keiner. Auch der hoch erfreute Trainer der siegreichen Mannschaft nicht.

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