Sport : Erik Zabel: Als letzter Schliff 859 km für den weltbesten Radsprinter

Der weltbeste Radsprinter Erik Zabel wird sich auf heimischem Boden auf das olympische Straßenrennen am 27. September in Sydney vorbereiten. Die internationale Rheinland-Pfalz-Rundfahrt bis zum Sonntag ist ein letzter Härtetest über fünf Tage mit insgesamt 859 Kilometern. Das fünfköpfige Straßenaufgebot des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) mit Zabel, Jan Ullrich, Rolf Aldag, Andreas Klöden und Jens Voigt fliegt am 18. September nach Sydney. Erstmals findet die von zehn auf fünf Etappen reduzierte Rundfahrt im September statt und damit nicht mehr parallel zur Tour de France. Ein Glücksfall für diese renommierte Rundfahrt, die ihren Ruf zu verlieren drohte. Auch in nicht olympischen Jahren wird sie ihren neuen Stellenwert als Vorbereitungsrennen auf Weltmeisterschaften behalten. "Sich im eigenen Land präsentieren zu können, ist immer gut", weiß der 30-jährige Zabel, der neben dem angestrebten Olympiasieg als Hauptaufgabe dieser Saison den Gewinn des Weltpokals sieht. Schon 1992 hatte sich der Olympia-Vierte von Barcelona in Rheinland-Pfalz den letzten Schliff geholt.

Zabel bringt eine gemischte Mannschaft an den Start, in der Lokalmatador Udo Bölts das gleiche Aufsehen erregen wird wie Zabel. Bölts darf sich Hoffnungen auf den Gesamtsieg machen, auch wenn er tiefstapelt: "Wegen des Zeitfahrens glaube ich nicht, dass ich die Rundfahrt gewinnen kann." Der 34 Jahre alte Pfälzer aus Heltersberg will sich in seiner Heimat für den Triathlon-Ironman von Hawaii (15. Oktober) stählen. Mit Bölts und Zabel kommen Danilo Hondo, Jörg Jaschke, Andrej Misurow, Jan Schaffrath, Stefan Schreck und Gerhard Trampusch.

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