Erik Zabel : Rückkehr zum Tatort?

Der Berliner Erik Zabel wird wohl künftig wieder für T-Mobile starten. Dort würde er auf Bernd Grapsch treffen, der seinen Start bei der Rad-WM scharf kritisierte.

Tobias Schall
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Ist Erik Zabel bald wieder in Magenta zu sehen? -Foto: ddp

StuttgartBert Grabsch hatte zu Beginn der Rad-Weltmeisterschaften deutliche Worte gefunden. Es ging um den Start von Erik Zabel. „Es ärgert mich, dass er hier fährt“, sagte Profi vom Radrennstall T-Mobile. Allein steht der 32-Jährige mit dieser Meinung nicht, viele Freunde hat sich Zabel mit seinem Start bei der Rad-WM in Stuttgart nicht gemacht. Aller Voraussicht nach aber kommen Grabsch und Zabel sich im nächsten Jahr wohl näher, als beiden vielleicht lieb ist. Zabel wird wohl im nächsten Jahr für T-Mobile starten – fünf Monate, nachdem er gestanden hat, beim Vorgängerteam Telekom 1996 mit Epo gedopt zu haben.

Die Verantwortlichen von T-Mobile werden das heute wohl bekanntgeben, zuvor wollten sie den Wechsel aber nicht bestätigen. Für Zabel wäre es die Rückkehr zu seinen Wurzeln. Erst vergangenes Jahr hatte er T-Mobile verlassen, nachdem er nicht für die Tour de France nominiert worden war, und einen Vertrag beim Team Milram unterschrieben. „Ich würde gern im nächsten Jahr noch eine Tour bestreiten“, sagte Zabel kürzlich. Nicht alle empfangen ihn bei T-Mobile, das sich als Team des sauberen Neuanfangs sieht, mit offenen Armen. Grabsch sagt über den möglichen Wechsel: „Das ändert nichts an meiner Meinung.“

Nach den Dopingskandalen um das frühere Team Telekom und jüngst um Patrik Sinkewitz hatte das Unternehmen T-Mobile überlegt, ob es den bis 2010 laufenden Vertrag mit dem Radsporteam erfüllen soll. Letztlich entschied es sich dafür und verpflichtete sich dem Antidopingkampf. Da wirkt die Verpflichtung eines geständigen Dopers seltsam, sie könnte den angeblich sauberen Neuanfang konterkarieren. Zumal als zweite spektakuläre Neuverpflichtung für 2008 der US-Amerikaner Georg Hincapie gehandelt wird. Der war einst wichtiger Helfer des dopingverdächtigen Lance Armstrong bei den Teams US Postal und Discovery Channel.

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