Sport : Erik Zabels stilvoller Abschied

Radprofi gewinnt letztes Rennen für T-Mobile

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Tours Erik Zabel verabschiedete sich so, wie man es von einem Sportsmann mit Stil erwarten darf: mit einem Sieg. Der 35 Jahre alte Radprofi gewann gestern , den Ein-Tages-Klassiker von Paris nach Tours, sein letztes Rennen für das Bonner Team T-Mobile. Am Ende der 253,5 Kilometer langen Strecke setzte sich Zabel im Massensprint gegen den Italiener Daniele Bennati vom Team Lampre und den Australier Allan Davis (Liberty Seguros - Würth Team) durch. „Ich habe heute gewusst, dass ich vorne bin“, sagte Zabel im Ziel. Es war sein dritter Sieg bei Paris-Tours nach 1994 und 2003.

Bis 500 Meter vor dem Ziel sah es bei der 99. Auflage dieses Klassikers allerdings nach einem belgischen Doppelsieg aus. Dann wurden Stijn Devolder (Discovery Channel) und Rodolphe Gilbert (Francaise des Jeux), die gut 20 Kilometer vor dem Ziel die vermeintlich entscheidende Attacke starteten, vom fliegenden Feld eingeholt und die Entscheidung doch noch unter den Sprintexperten ausgemacht. Wenige Zentimeter vor der Ziellinie schob sich Zabel an Bennati vorbei und machte seinem langjährigen Arbeitgeber ein passendes Abschiedsgeschenk.

Nach 13 Jahren verlässt der gebürtige Berliner T-Mobile zum Saisonende und wechselt zur kommenden Saison zum neuen deutsch-italienischen Team Milram. Insgesamt 192 Siege fuhr er für seinen alten Arbeitgeber ein. „Die ersten zwölf Jahre waren eine einzige Party“, erklärte Zabel und erinnerte sich an „viel Glück und viel Spaß“. Nur sein letztes Jahr für T-Mobile verlief enttäuschend. So wurde der sechsfache Gewinner des Grünen Trikots nicht für die Tour de France nominiert, da sich die sportliche Leitung des Rennstalls vollständig auf einen möglichen Gesamtsieg Jan Ullrichs konzentrieren wollte.

Der Erfolg bei Paris-Tours war in dieser Saison erst Zabels zweiter Sieg. Zuvor konnte der 35-Jährige nur den deutschen Klassiker Rund um den Henninger Turm in Frankfurt am Main gewinnen. ddp

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