Sport : Erinnerungen an den Anfang

SCC-Volleyballer suchen ihre Chance in Tours

Karsten Doneck

Berlin - Die Gedanken gehen gerade in diesen Tagen noch einmal zurück auf den Anfang. Im ersten Gruppenspiel der Champions League führte der deutsche Volleyball-Meister SC Charlottenburg daheim gegen Frankreichs Champion Tours VB sensationell 2:0 nach Sätzen – und verlor am Ende doch noch 2:3. „Ich behaupte mal, wenn wir dieses Spiel zu einem späteren Zeitpunkt gehabt hätten, dann hätte die 2:0-Führung auch zum Sieg gereicht“, sagt SCC-Manager Kaweh Niroomand, fleißig den Konjunktiv strapazierend. Seinen Optimismus begründet er damit, dass die Mannschaft in den folgenden Europapokalspielen enorme Fortschritte gemacht hat und mittlerweile derart gefestigt ist, dass ihr auch vermeintlich große Gegner keine Angst mehr einjagen.

Heute Abend tritt der SCC zu seinem achten und letzten Gruppenspiel in der Champions League an: bei Tours VB. Mit einem Sieg beim Tabellenführer wären die Charlottenburger als Gruppendritter für die Play-offs der besten zwölf Mannschaften auf jeden Fall qualifiziert. Andernfalls müssen sie darauf hoffen, dass der Verfolger Unicaja Almeria wenigstens eines seiner beiden letzten Spiele gegen HT Innsbruck daheim oder eine Woche später bei Sisley Treviso verliert.

Auf Fremdhilfe will sich der SCC aber nicht verlassen. „Wir haben in der Champions League vier von sieben Spielen gewonnen. Uns stehen alle Möglichkeiten offen“, sagt der zur Zeit überragende Außenangreifer Robert Kromm voller Selbstbewusstsein. Und lächelnd fügt er hinzu: „Für ein 3:2 sind wir ja immer gut.“ Drei der vier Siege feierte der SCC mit dem knappsten aller Volleyball-Resultate, zuletzt gegen Unicaja Almeria sprang ein 3:1 heraus. Auch das gilt als Zeichen gewachsener Stärke – und das gibt auch ein bisschen Hoffnung für den Auftritt in Tours.

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