Sport : Ermittlungen in Italien auch gegen Iaquinta

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Rom - Im italienischen Fußball-Skandal um manipulierte Spiele und verbotene Wetten ist neben Gianluigi Buffon, dem Torhüter von Juventus Turin, mit Udineses Stürmer Vincenzo Iaquinta ein zweiter Nationalspieler ins Visier der Justiz geraten. Die Staatsanwaltschaft Udine ermittelt inzwischen auch gegen Iaquinta und 13 weitere Profis wegen unerlaubter Wetten. Sie sollen über Mittelsmänner auf Spiele der Serie A gewettet haben.

Zudem ist Luciano Moggi, der mutmaßliche Drahtzieher des Manipulations- Skandals, bei seinem Verhör durch die Staatsanwaltschaft Neapel offenbar zusammengebrochen. „Was ich getan habe, habe ich für Juventus Turin getan“, soll der frühere Manager des Erstligisten Juventus Turin gesagt haben. Das berichten italienische Zeitungen übereinstimmend. Gleichzeitig soll Moggi jedoch auch gesagt haben: „Ich bin unschuldig.“ Moggi wird vorgeworfen, Schiedsrichter zugunsten von Juventus unter Druck gesetzt zu haben. Turin drohen die Aberkennung des Meistertitels 2006 sowie der Zwangsabstieg. Über den Sport hinaus soll Moggis Einfluss bis in die Staatsanwaltschaft, Steuerfahndung und Polizei sowie zu Ex-Innenminister Giuseppe Pisanu und Wirtschaftsminister Domenico Siniscalco gereicht haben. Das ergebe sich aus abgehörten Telefongesprächen, schreiben italienische Zeitungen.

Die Vorwürfe im Skandal weiteten sich offenbar unterdessen auf die jüngste Saison aus. „Elf Meisterschaftsspiele stehen unter Manipulationsverdacht“, schrieb „La Gazzetta dello Sport“ am Dienstag. Schiedsrichter Gianluca Paparesta, der von Moggi nach einer Niederlage von Juventus in der Schiedsrichterkabine eingeschlossen worden war, sagte: „Wir sind die Untertanen der Juve- Macht.“dpa

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