Sport : Erneut Gewalt bei Protesten von Ordnern

Kapstadt - Die südafrikanische Polizei hat gegen protestierende Ordner der Fußball-WM in Kapstadt Gummigeschosse und eine Blendgranate eingesetzt. Etwa 200 Demonstranten hätten sich vor einem privaten Sicherheitsunternehmen am Donnerstagvormittag versammelt, berichtete die Polizei. Nach mehreren Aufforderungen, die nicht angemeldete Demonstration aufzulösen, sei die Polizei am Nachmittag aktiv geworden. Es wurden den Angaben nach sieben Personen festgenommen. Der Gewerkschaftsverband Cosatu protestierte gegen die Polizeiaktion und bezeichnete sie als unangemessen. „Niemand war in Gefahr“, sagte der Gewerkschaftssekretär Tony Ehrenreich. Die Sicherheitsfirmen hätten den Ordnungskräften falsche Versprechungen gemacht. Dies müsse jetzt in Verhandlungen geklärt werden.

Zwischen den Ordnungskräften und den privaten Arbeitgebern gibt es einen erbitterten Streit über Löhne. Die Ordner hatten am Sonntag ihre Arbeit wegen angeblich nicht gezahlter beziehungsweise zu niedriger Löhne in Durban niedergelegt. Als sich der Protest auf mehrere Stadien ausweitete, trat ein Notfallplan in Kraft, durch den die Polizei alle Sicherheitsmaßnahmen auch in anderen Stadien wie Kapstadt und Johannesburg übernahm.

Die Organisatoren der WM schließen Regressforderungen gegen die private Sicherheitsfirma nicht aus. „Das ist etwas, was wir untersuchen müssen“, sagte OK-Geschäftsführer Danny Jordaan am Donnerstag in Johannesburg. Momentan habe der geplante Ablauf der Spiele Priorität. Dies sei durch die Übernahme der Ordner-Aufgaben durch die südafrikanische Polizei gewährleistet.dpa

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