Sport : Ernst rettet Schalke

Der Nationalspieler trifft zum 2:1 gegen Barcelona

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Gelsenkirchen - Fabian Ernst hat den FC Schalke 04 für das Uefa-Cup-Rückspiel bei Espanyol Barcelona zumindest in eine akzeptable Ausgangsposition gebracht. Mit seinem ersten Tor für seinen neuen Verein traf der Nationalspieler am Mittwochabend in der Zwischenrunde des Uefa-Pokals in der 88. Minute zum hochverdienten 2:1 (0:1)- Sieg. „Wir hätten natürlich lieber 2:0 gewonnen, können aber auch damit leben“, sagte Schalkes Trainer Mirko Slomka nach seinem ersten Europapokal-Spiel. „Jetzt können wir in Barcelona auf Konter spielen – das wird ein ganz anderes Spiel.“ Lange hatte es so ausgesehen, als müssten die Gelsenkirchener beim Rückspiel in der kommenden Woche auf Angriff spielen, denn der 14. der spanischen Liga hatte vor 53 642 Zuschauern bis zur 64. Minute 1:0 geführt.

Beflügelt vom 7:4 am Samstag gegen Leverkusen, wollten die Schalker auch im internationalen Wettbewerb glänzen und begannen schwungvoll. Nach einer schönen Kombination über Christian Poulsen, Kevin Kuranyi und Lincoln tauchte Zlatan Bajramovic frei vor dem Tor der Gäste auf, doch im Fallen schob er den Ball sowohl an Torwart Gorka Iraizoz als auch am linken Pfosten vorbei (9.). Schalke erspielte sich auch in der Folge viele Chancen, doch während Sören Larsen, Kuranyi, der 19-jährige Sebastian Boenisch und Bordon das Tor verpassten, nutzte Barcelona bei einem Konter gleich die erste Chance zur Führung. Nach einem Stellungsfehler in der Abwehr umkurvte Luis Garcia Torwart Frank Rost und schoss aus spitzem Winkel ein.

Die Katalanen machten nach der Führung geschickt die Räume eng, die Gastgeber wurden immer nervöser. In der zweiten Halbzeit setzte Slomka auf totale Offensive. Gerald Asamoah kam für Bajramovic, doch erst eine Standardsituation brachte Schalke zurück ins Spiel: Lincolns Freistoß drückte Marcelo Bordon per Kopf ins Tor. Doch jeder Schuss, der gegen Leverkusen noch saß, ging diesmal daneben: Kuranyi (72.), Larsen (79.), Poulsen (82.) und Ebbe Sand mit einem Kopfball an den Pfosten (86.) vergaben große Möglichkeiten. Erst der Linksschuss von Ernst bescherte den Schalkern eine bessere Ausgangsposition. dpa

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