Sport : Ersatzmann wird Torjäger

Der Aufstieg von KSC-Stürmer Freis

Oliver Trust

Karlsruhe - Sebastian Freis war vor der Saison in Karlsruhe nicht unbedingt als erste Wahl im Sturm vorgesehen, da gab es andere Namen. Edmond Kapllani hatte 17 Tore in der Zweiten Liga geschossen, der Karlsruher SC verpflichtete zudem Christian Timm und Alexander Iashwili. Nun aber steht der ursprüngliche Ersatzmann Freis nach dem 3:3 gegen Bremen an der Spitze der Torjägerliste der Badener, mit mittlerweile acht Treffern. Zwei kamen am Sonnabend im Spiel gegen Werder hinzu.

Danach hatte es allerdings lange nicht ausgesehen. In den ersten Minuten der Begegnung deutete wenig daraufhin, dass es für den 23-Jährigen ein besonderer Tag werden würde. Nach einer Viertelstunde dann aber kam sein großer Auftritt. Die Bremer schliefen, Tamas Hajnal spielte Freis den Ball in den Lauf, er musst nur noch ein paar Schritte laufen und in aller Ruhe an Werders Torwart Tim Wiese vorbei zum 1:0 einschieben. In der zweiten Halbzeit, nach einer Stunde Spielzeit gelang Freis dann noch das Tor zum 2:2. Er sprintete am eigenen Strafraum los, auf seinem langen Weg in Richtung Werder-Tor konnte ihn keiner der namhaften Bremer Verteidiger aufhalten. „Ich zieh an denen vorbei. Dann kommt in solchen Szene der Moment, wo du es entweder durchziehst oder es ist vorbei. Ich habe es durchgezogen“, beschreibt Freis die Situation.

Dass es trotz seiner zwei Tore für den Karlsruher SC am Ende nicht zu einem Sieg reichte, konnte Freis verschmerzen. „Wir können mit dem Punkt zufrieden sein.“ Dabei war das Spiel gegen Bremen ein besonderes für ihn, zum ersten Mal in dieser Saison hat er zwei Tore geschossen. Für ihn sei die Bundesliga so etwas wie ein Abenteuer, hatte er vor kurzem bei einem Besuch im Fernsehstudio des Südwestrundfunks gesagt, wohin Spieler wie er selten eingeladen werden. „Wenn man aufsteigt, weiß man erst einmal nicht, wo man steht und wie man dort zurecht kommt“, sagte Sebastian Freis am Sonnabend Im Wildparkstadion. „Ich bin froh, dass ich bewiesen habe, dass ich in der Bundesliga bestehen kann.“ Die Bremer Verteidiger werden dem wenig hinzuzufügen haben. Oliver Trust

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