Erst Jubel, dann Frust : Nach Führung unterliegt Gladbach Hoffenheim 2:4

Ralf Rangnick strahlte wie in den besten Tagen seiner Mannschaft vor einem Jahr. „Ich bin natürlich riesig glücklich“, sagte der Hoffenheimer Trainer, der sich noch in der ersten Halbzeit fürchterlich geärgert hatte und wild an der Seitenlinie herumgeturnt war.

Gregor Derichs

Mönchengladbach Doch die emotionalen Tiefpunkte waren nach 90 Minuten vergessen. Beim 4:2 (1:2) bei Borussia Mönchengladbach glänzte 1899 Hoffenheim wie in der Hinrunde der vorigen Saison, als der Klub als Aufsteiger die Bundesliga dominierte. Kämpferisch im zweiten Durchgang voll überzeugend, spielerisch brillant vor allem in der Schlussphase drehten die Gäste einen 0:2-Rückstand zum dritten Saisonsieg.

Die Gladbacher vergaben vor 46 511 Zuschauern nach einem sehr guten Start mit Toren durch Juan Arango und Roberto Colautti die Möglichkeit auf den besten Saisonstart seit 14 Jahren. In den ersten 20 Minuten bot Mönchengladbach eine überzeugende Leistung – bis zur Pause hielt die klare Überlegenheit an. Als Colautti auf 2:0 erhöhte, war das Publikum davon überzeugt, den dritten Heimsieg in Folge erleben zu können.

Hoffenheim fand ab der 21. Minute besser in die Partie, als Sejad Salihovic einen Freistoß fast von der Eckfahne direkt zum 1:2 verwandelte. In dieser Situation sah Stammtorhüter Logan Bailly, der nach überstandener Verletzung für Christofer Heimeroth wieder im Tor stand, nicht gut aus. Das traf für den Torhüter auch bei den anderen Gegentoren zu. Aber in der Schlussphase waren auch die Gladbacher Feldspieler müde. „Nach einem 2:0 darf man niemals verlieren“, sagte Marcel Meeuwis, der bis zur 85. Minute die Defensive zusammengehalten hatte.

Die mögliche Chance auf einen Treffer zum 3:1 war den Gastgebern durch Schiedsrichter Wolfgang Stark genommen worden, der ein klares Handspiel von Marvin Compper im Strafraum nicht mit einem Elfmeter bestrafte. Zu diesem Zeitpunkt drängten die Hoffenheimer immer stärker.  Mit drei Toren in den letzten vier Minuten durch den eingewechselten Maicosuel, Chinedu Obasi und Demba Ba drehten sie die Partie noch. „Die erste Halbzeit war unterirdisch, in der zweiten haben wir so gespielt, wie ich mir das vorstelle“, sagte Ralf Rangnick. Gregor Derichs

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