Sport : Erstaunt über den eigenen Sieg

Boxer Mario Veit besiegt Ex-Weltmeister Brewer

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Riesa Was Sven Ottke nie schaffte, ist dem Cottbuser Profi-Boxer Mario Veit gelungen: Er hat den amerikanischen Ex-Weltmeister Charles Brewer mit überzeugender Leistung besiegt. Der 30-Jährige siegte Samstagnacht in Riesa im Kampf um die Interims-Weltmeisterschaft im Supermittelgewicht der WBO durch technischen K.o. in der neunten Runde und darf nun auf große WM-Gefechte mit größerer Kasse hoffen. Ex-Champion Ottke, der sich im Oktober 1998 und im September 2000 mit Brewer maß, kam lediglich zu knappen 2:1-Punktsiegen.

„Ich war selber ein bisschen verwundert, dass ich so gut in den Kampf gefunden habe. Ich habe so geboxt wie im Zehn-Runden Sparring“, sagte Veit, der Brewer (40 Siege, 10 Niederlagen) erstmals in der zweiten Runde mit seiner Rechten zu Boden schlug und ihn in der neunten Runde erneut von den Beinen holte. „Er hat mich auf dem falschen Fuß erwischt“, raunzte der 35-jährige Amerikaner. Schon bald kann Veit als offizieller WBO-Weltmeister geführt werden. Denn der reguläre Titelträger Joe Calzaghe aus Wales will ins nächsthöhere Halbschwergewicht aufsteigen und muss damit seinen Gürtel im Supermittelgewicht abgeben. Es sei denn, er fordert noch ein Duell mit Veit. „Das ist mir egal“, meinte der aus Lauchhammer stammende Boxer.

Einen solchen Auftritt wie in Riesa vor 2800 Zuschauern hatte dem 1,94 Meter langen Titelverteidiger kaum jemand zugetraut. Zu oft hatte der Athlet aus dem Universum-Boxstall sein Publikum mit zähen und hüftsteifen Gefechten gelangweilt. Als er vor dreieinhalb Jahren in seinem ersten WM-Kampf gegen Titelverteidiger Calzaghe schon in der ersten Runde mit einem Trommelfeuer an Schlägen geradezu aus dem Ring geprügelt wurde, sahen ihn viele am Ende. „Ich bin erstaunt, wie gut sich Mario entwickelt hat“, meinte Trainer Fritz Sdunek. dpa

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