Erste Abendpartie : Bayern spielt in Hoffenheim 1:1

In seinem ersten Spiel in der Bundesliga musste der neue Bayern-Trainer Louis van Gaal auf die verletzten Ribéry, Klose, Demichelis und Toni verzichten. Überzeugen konnten die Münchner dann auch nicht und hatten Glück bei einer Schiedsrichterentscheidung.

TSG 1899 Hoffenheim - FC Bayern München
Bayerns Mark van Bommel grätscht den Hoffenheimer Sejad Salihovic ab. Foto: dpa

Bayerns neuer Star-Trainer Louis van Gaal hat sich bei seiner Bundesliga-Premiere mit einem Punkt zufriedengeben müssen. Am 58. Geburtstag des Niederländers kamen die Münchner bei 1899 Hoffenheim nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus und offenbarten am Samstagabend im ersten „Highlight“-Spiel der Saison noch reichlich Steigerungspotenzial. Vor 30 150 Zuschauern in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena brachte Neuzugang Ivica Olic die Bayern in Führung (25. Minute), Chinedu Obasi gelang noch vor der Pause der verdiente Ausgleich für die Kraichgauer (41.).

Van Gaal musste bei seinem Einstand in der Fußball-Bundesliga auf die verletzten Miroslav Klose, Franck Ribéry, Martin Demichelis und Luca Toni verzichten. Für Klose stürmte der Ex-Hamburger Olic neben Nationalstürmer Mario Gomez. Im zentralen Mittelfeld schenkte der neue Bayern-Coach etwas überraschend dem früheren Gladbacher Alexander Baumjohann das Vertrauen. Zudem standen Danijel Pranjic und Nachwuchsmann Holger Badstuber erstmals für die Süddeutschen in der Bundesliga auf dem Platz. Millionen-Einkauf Anatoli Timoschtschuk kam dagegen erst ab der 80. Minute zum Einsatz.
 
Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick vertraute dagegen überwiegend dem bewährten Personal aus der vergangenen Saison. Lediglich Josip Simunic stand neu im Team der Kraichgauer, in dem Stürmer Vedad Ibisevic nach halbjähriger Verletzungspause sein Comeback feierte. Die neue Bayern-Mannschaft fand zunächst überhaupt nicht ins Spiel. Stattdessen wirbelten die Hausherren wie in besten Vorjahreszeiten und kamen gegen die wackelige Gäste-Abwehr zu einigen guten Chancen. Dabei hatten die Hoffenheimer Pech, dass Schiedsrichter Babak Rafati (Hannover) einem klaren Tor von Simunic die Anerkennung verweigerte - der Kopfball des Kroaten hatte die Linie des von Michael Rensing gehüteten Tores deutlich überschritten.

Nach einer weiteren Großchance durch Ibisevic, dessen Kopfball knapp am Münchner Gehäuse vorbeistrich (19.), ging der Vize-Meister wie aus dem Nichts in Führung - nach einer Hereingabe von Pranjic war Olic aus kurzer Entfernung zur Stelle. Der Rückstand wirkte wie ein Schock auf die Gastgeber. Der Schwung der Anfangsphase war nun dahin, zudem stand die von Daniel van Buyten dirigierte Abwehr des Rekordmeisters nun sicherer. Nur vier Minuten vor der Pause war die Münchner Defensive nicht auf der Hut. Nach schöner Kombination über Tobias Weis und Ibisevic vollstreckte Obasi zum 1:1.  Das war ein „schülerhaftes Defensivverhalten“ bemängelte Bayern- Präsident Franz Beckenbauer zur Pause, er kritisierte zudem die „mangelnde“ Laufbereitschaft seiner Mannschaft. Auch Bundestrainer Joachim Löw sah die Hoffenheimer in den ersten 45 Minuten „einen Tick“ besser. „Sie haben verdient den Ausgleich gemacht“, sagte Löw, vor dessen Augen sich Nationalstürmer Gomez kaum in Szene setzen konnte.

Nach dem Seitenwechsel begannen die Hoffenheimer erneut mit viel Tempo, die besseren Gelegenheiten hatten aber die Bayern. Baumjohann (52.), Bastian Schweinsteiger (61.) und Gomez (64.) vergaben jedoch aus aussichtsreicher Position. (dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben