Sport : Erster Sieg im 18. Versuch

Nürnberg überrascht Hoffenheim beim 4:0.

Fingerzeig an die Liga. Torschütze Timothy Chandler (r.) jubelt mit Josip Drmic. Foto: dpa
Fingerzeig an die Liga. Torschütze Timothy Chandler (r.) jubelt mit Josip Drmic. Foto: dpaFoto: dpa

Nürnberg - Gertjan Verbeeks Bart kam sofort ab. Nur Minuten nach dem umjubelten ersten Saisonsieg des 1. FC Nürnberg präsentierte sich der Trainer frisch rasiert. „Ich bin froh über das Ergebnis – und froh darüber, dass mein Bart endlich ab ist“, bekannte der Niederländer nach dem 4:0 (2:0) seiner Franken gegen Hoffenheim. Einen Monat lang hatte Verbeek seinen Bart wachsen lassen und geschworen, erst nach einem Sieg zum Rasierer zu greifen. Sein Team erlöste ihn nun schon zum Rückrundenauftakt.

Timothy Chandler (24. Minute), Josip Drmic (41./70.) und Daniel Ginczek (48.) sorgten für eine kleine Party im Stadion und große Genugtuung bei Verbeek, der es in bisher acht Spielen nur auf fünf Zähler gebracht hatte. „Nach dem dritten Tor habe ich mir gedacht: Na, das kann ja wohl nicht mehr schiefgehen“, sagte Verbeek. Anders als so oft in der Hinrunde stimmte endlich einmal die Chancenauswertung. 36 079 Zuschauer sahen eine Mannschaft, die nicht nur rackerte, sondern diesmal auch durch Abschlussstärke überzeugte.

Hoffenheim dagegen enttäuschte und muss sich erst mal nach unten orientieren. „Ich hatte meine Mannschaft eindringlich davor gewarnt, die guten Leistungen aus der Vorbereitung überzubewerten. Anscheinend sind da einige Signale falsch interpretiert worden“, grantelte Hoffenheims Trainer Markus Gisdol.

Die Gastgeber, immer wieder angestachelt vom an der Seitenlinie auf- und abwandernden Verbeek, erwischten den etwas besseren Start und hätten durch Ginczek oder Hiroshi Kiyotake in Führung gehen können. Auf der Gegenseite schloss Sebastian Rudy eine hervorragende Kontermöglichkeit nicht konsequent ab. Immer wieder verschluderte Hoffenheim aussichtsreiche Chancen.

Beim FCN dagegen stimmte die Ausbeute diesmal. Noch vor der Pause sorgte der Schweizer Drmic für die Vorentscheidung. Nach Wiederanpfiff lief Ginczek Süle davon und ließ auch Koen Casteels in Hoffenheims Tor keine Chance. Jubeln durften diesmal nur die Nürnberger – erst recht nach dem sehenswerten 4:0 durch Drmic, der per Volleyabnahme traf. dpa

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