Sport : Erstes Geständnis im Wettskandal

Bochum - Im Prozess um den wohl größten Wettskandal im europäischen Fußball hat es am Donnerstag ein erstes Geständnis gegeben. Der Angeklagte Nürettin G. gab zu, Wetten auf manipulierte Spiele gesetzt und selbst Spieler bezahlt zu haben. „Es hat genaue Anweisungen gegeben, was zu tun ist: Wenn es schief läuft, sollten Elfmeter gemacht werden – oder Rote Karten“, sagte Nürettin G. den Richtern. Vor allem Thomas C., Ex-Profi des Zweitligisten VfL Osnabrück, habe Talent bewiesen, extra schlecht zu spielen. Zwei Osnabrücker Profis hätten unter anderem 50 000 Euro auf eine eigene Niederlage gesetzt. Einer habe gesagt: „Wir spielen gegen die eigene Mannschaft.“ Die Wette sei verloren gegangen. Einer der beiden Spieler habe „fast geweint“, weil er den Wetteinsatz nicht habe bezahlen können.Bei der Platzierung hoher Wetteinsätze hat Nürettin G. nach eigenen Worten mit dem Mitangeklagten Tuna A. und dem noch nicht angeklagten Ante S. zusammengearbeitet, der in den Hoyzer-Wettskandal verwickelt gewesen ist. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben