Sport : Erstes Tor für Erik Cole

Die Eisbären siegen 7:5 gegen Ingolstadt

Claus Vetter

Berlin – Es war keine einfache Situation für Erik Cole in den vergangenen Wochen. Schließlich war der US-Amerikaner von seinem neuen Arbeitgeber, dem EHC Eisbären, als Star angekündigt worden. Und vor allem als ein Stürmer, der auch mal ein paar Tore schießt. So wie man das von Cole in der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL gewohnt war. Doch trotz aller Bemühungen, es wollte bei Cole in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) irgendwie nicht klappen. Zumindest in zwölf Spielen nicht. So lange blieb ihm ein Tor verwehrt. Für einen NHL-Star in der DEL eine quälend lange Zeit – eine Zeit, die gestern ihr Ende fand: 30 Minuten waren zwischen den Eisbären und dem ERC Ingolstadt gespielt, als Cole gekonnt einen Schuss unter die Latte des Ingolstädter Tores setzte. Es war das fünfte von sieben Toren der Berliner, die schließlich 7:5 (3:2, 2:2, 2:1) gegen die Bayern siegten.

Der Jubel unter den 4100 Zuschauern im Sportforum war groß, nachdem Cole endlich das Tor getroffen hatte. Minutenlang feierten die Eisbären-Fans den Mann mit der Nummer 9. Vielleicht hatte Cole ja vor dem Spiel mal die Statistik des Gegners studiert, das könnte ihn motiviert haben. Denn bei Ingolstadt hat NHL-Spieler Marco Sturm schon 21 Scorerpunkte auf seinem Konto. Sturm fehlte allerdings gestern, er ist an Windpocken erkrankt. Dafür sorgte Ingolstadts zweiter NHL-Spieler für Trubel: Andy McDonald gelangen im ersten Drittel gleich seine Saisontore neun und zehn. Da bereits deutete sich an, dass es beide Mannschaften mit der Arbeit in der Defensive nicht so genau nahmen, zudem auch beide Torhüter – Jonas bei den Berlinern und Waite bei Ingolstadt – nicht ihren besten Tag erwischt hatten. „Das war sicher spannend für die Zuschauer“, sagte Ingolstadts Trainer Ron Kennedy. „Aber für uns Trainer war es weniger unterhaltsam.“

Das turbulente Spielchen ging auch in den folgenden beiden Dritteln weiter. Dreimal mussten die Eisbären den Ausgleich hinnehmen, bevor dann Shawn Heins sechs Minuten vor dem Ende das 6:5 gelang, wenig später Stefan Ustorf das für die Berliner erlösende 7:5 erzielte. Persson, Shearer und zweimal Pederson hatten zuvor die Tore für die Eisbären geschossen. Am Ende des lustigen Nachmittags von Hohenschönhausen wurde allerdings von den Eisbären-Fans zuerst ein anderer Spieler zur Ehrenrunde aufgefordert: Erik Cole, der auch noch eine Vorlage zum Berliner Sieg beigesteuert hatte.

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