Sport : Es darf wieder geschielt werden Der 1. FC Union siegt 2:1 beim MSV Duisburg

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Duisburg - Simon Terodde krabbelte in den Zuschauerbereich. Der Stürmer des Fußball-Zweitligisten 1. FC Union hatte nach dem 2:1 (2:0)-Erfolg beim MSV Duisburg seine Gründe, die Sitzplätze auf der Gegengerade zu entern. Dort saßen seine Eltern, die gemeinsam mit Freunden dem früheren Duisburger die Daumen gedrückt hatten. Bei seinem Treffer zum vorentscheidenden 2:0 nach 35 Minuten machte sich das auf jeden Fall bezahlt. Terodde schien beim Torjubel mit der Hand am Kopf Mutter Monika und Vater Ludger auf der Tribüne besonders zu grüßen. Den Sieg bei den sportlich und finanziell schwer angeschlagenen Duisburgern betrachtete Terodde aber gewohnt sachlich. „Es haben nur drei Punkte gezählt. So sind wir in der ersten Hälfte auch aufgetreten. Danach haben wir das Ergebnis zu sehr verwaltet“, sagte er nach seinem fünften Saisontreffer. „Duisburg ist in einer schwierigen Situation. Da spielen sie nicht mit Riesenselbstvertrauen.“

Vor allem in der ersten Halbzeit konnten die Berliner davon profitieren, bei denen es gegenüber dem 2:2-Unentschieden gegen 1860 München zwei Änderungen in der Startelf gab. Im rechten Mittelfeld bekam Christopher Quiring den Vorzug vor Patrick Zoundi. Im Angriff durfte Adam Nemec nach seinem Tor gegen die Münchner für Silvio von Beginn an ran. Ohne groß auftrumpfen zu müssen, bestimmte Union ab Spielbeginn das Geschehen. Dazu trug bei, dass Sören Brandy schon nach 20 Minuten nach einer Ecke von Torsten Mattuschka ein Eigentor unterlief.

Der MSV wirkte vor der tristen Kulisse von 8585 Zuschauern geschockt. Terodde ließ zwei gute Chancen aus. Die Begegnung mutierte immer mehr zum Langweiler, bis Duisburg eine Minute vor dem Abpfiff durch Branimir Bajic mit dem Anschlusstreffer noch für Spannung in der zweiminütigen Nachspielzeit sorgte. „Es war von beiden Seiten kein berauschendes Spiel. Es spielte sich auf begrenztem Niveau ab“, sagte Unions Trainer Uwe Neuhaus. „Aber dass wir unsere Konter nicht besser ausspielen, ist schwer verständlich.“

Union schielt in der Tabelle wieder nach oben. Die Köpenicker haben sowohl die letzten fünf Auswärtsspiele als auch die jüngsten fünf Punktspiele in Serie nicht verloren. Günstige Voraussetzungen für das Heimspiel am Sonnabend gegen Bochum. Matthias Koch

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