Sport : Es ist ja erst Oktober

Die deutschen Skirennläuferinnen erleben in Sölden einen zwiespältigen Start in die Saison

Sölden - Zwei deutsche Skirennfahrerinnen haben sich gleich für die Olympischen Winterspiele qualifiziert, das deutsche Team konnte die eigenen Erwartungen zum Saisonauftakt aber trotzdem nicht ganz erfüllen. Viktoria Rebensburg strahlte zwar nach Platz acht im Riesenslalom und erfüllter Norm für Vancouver über das ganze Gesicht. Doch die beiden Weltmeisterinnen Kathrin Hölzl und Maria Riesch haderten beim Sieg der Finnin Tanja Poutiainen mit ihren Leistungen beim Gletscherrennen im österreichischen Sölden. Hölzl war als Siebte am Samstag die beste Starterin des Deutschen Skiverbandes (DSV) und meisterte damit auch auf Anhieb die Qualifikationsnorm; ihr Wunsch vom Podium erfüllte sich aber nicht. Und die erfolgsverwöhnte Maria Riesch konnte sich über ihren 18. Platz ohnehin nicht freuen.

„Es ist nicht der Traumstart gewesen. Aber es ist auch kein Start, bei dem man sagen müsste, wir wären nicht vorbereitet für den Olympia-Winter“, sagte DSV-Sportdirektor Wolfgang Maier. „Aber es ist erst Oktober und nicht Februar, deshalb sind wir nicht unzufrieden.“ Einen wahren Albtraum erlebten die Österreicher zum Saisonstart. Nicht, weil sich Kathrin Zettel als Zweite vor Denise Karbon aus Italien nur um eine Hundertstelsekunde der finnischen Siegerin geschlagen geben musste. Viel schwerer wog der Kreuzbandriss von Nicole Hosp, der Gesamtweltcupsiegerin von 2007. Hosp wird nach ihrem Sturz die gesamte Saison und damit auch die Olympischen Spiele in Vancouver verpassen.

Die Top-Platzierungen vergaben die deutschen Läuferinnen, bei denen Fanny Chmelar als 43. und Susanne Riesch als 46. ausschieden, vor 11 000 Zuschauern bei strahlendem Sonnenschein im ersten Durchgang. „Da hab ich es einfach verbremst“, räumte die 25-jährige Hölzl ein. „Auch wenn der Platz okay ist, man muss selbstkritisch sein. Mein Wunsch ist gewesen, auf dem Podium zu stehen.“ Immerhin ist sie die Bürde der Olympia-Qualifikation los – ebenso wie Rebensburg nach ihrer fünften Top-Ten-Platzierung. „Jetzt habe ich das Olympia-Ticket gelöst. Das ist natürlich ein Traum“, sagte die dreimalige Junioren-Weltmeisterin begeistert.

Auch Riesch verbremste ihren ersten Durchgang, im zweiten hatte sie dann zu viele Fehler. Aber die Erwartungen in ihrer schlechtesten Disziplin waren auch nicht allzu hoch. „Da hätte schon wirklich alles passen müssen, dass ich unter den Top Ten oder Top Zwölf mitfahren kann“, sagte die 24-Jährige. Das nächste Rennen ist Mitte November im finnischen Levi in ihrer Spezialdisziplin Slalom. dpa

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