Sport : Es kann nur besser werden

SCC-Volleyballer wollen gegen Unterhaching Heimvorteil nutzen

-

Berlin (fmb). Mirko Culic wurde bestimmt nicht laut am Freitagabend, das ist nicht seine Art. Culic ist ein eher sensibler Trainer, einer, der nicht instinktiv draufhaut, wenn sich seine Mannschaft blamiert. Vor allem nicht, wenn sie drei Tage später gegen den gleichen Gegner nochmal antreten muss. Also ging’s im Abschlusstraining des VolleyballBundesligisten SC Charlottenburg eher ruhig zu. Auch der Manager markiert in diesem Fall nicht den wilden Mann. „Klar, die müssen wachgerüttelt werden“, sagt Kaweh Niroomand, „aber dafür hat schon die Niederlage in Unterhaching gesorgt.“ 2:3 verlor der SCC das erste Play-off-Halbfinalspiel, am Samstag (15 Uhr, Sömmeringhalle) findet das zweite Spiel statt. Verliert der SCC erneut, kann er den Finaleinzug abhaken. Ansonsten findet das entscheidende dritte Spiel am Sonntag an gleicher Stelle statt.

Andererseits, so miserabel wie am Mittwoch kann man einfach nicht noch mal spielen, davon ist Niroomand überzeugt. „Die waren nicht betrunken, das kann ich bezeugen“, sagt er. Aber, das gibt er zu, man hätte es denken können. „Die waren zu unkonzentriert. Man darf Unterhaching nicht ins Spiel kommen lassen.“

Die Bayern verlieren im zweiten Spiel allerdings ihren größten Vorteil; die Euphorie ihrer Fans. „In ihrer Halle spielen die sich in einen Rausch, vor allem Diagonalangreifer Michael Mayer liefert dann exzellente Sachen“, sagt Niroomand. Aber Mayer ist eigentlich auch der einzige Star der Unterhachinger. „Vom Leistungsvermögen sind wir klar besser als die“, sagt Niroomand. Bestimmt. Aber noch hat der SCC keines seiner Saisonziele erreicht. Im Pokal rausgeflogen, im Europapokal früh gescheitert, mies in die Play-offs gestartet.

Und wem immer noch nicht klar ist, um was es geht, dem gibt Niroomand ein wenig Nachhilfe. „Wir haben gegenüber unserem Publikum die verdammte Pflicht, ins Finale zu kommen.“

0 Kommentare

Neuester Kommentar