Sport : „Es tut weh, nicht um Medaillen mitzuspielen“

-

Herr Bauermann, wie war die Stimmung in der Kabine?

Wir 16 Betreuer und Spieler waren sicher, dass wir eine kleine Chance haben gegen die USA. Wir haben alles getan, um sie zu nutzen, aber am Ende waren die Amerikaner doch zu stark. Deshalb war die Stimmung doch sehr traurig.

Können Sie sich wenigstens über die gute erste Halbzeit freuen?

Wir haben es den Amerikanern sehr schwer gemacht. Zumindest in der ersten Halbzeit haben wir das Spiel komplett offengehalten, aber wir sind schlecht aus der Pause gekommen. Aber natürlich ist das eine Mannschaft, die über 40 Minuten schwer zu kontrollieren ist. Wir haben unsere Farben gut verteidigt.

Ihre Mannschaft hat sich sehr schwergetan, die defensiven Rebounds zu bekommen.

Die USA sind eine Mannschaft, die athletisch meilenweit überlegen ist. Es ist schwierig, sie vom Brett wegzuhalten.

D ann sind Sie irgendwie auch zufrieden?

Wenn man gesehen hat, wie die Amerikaner die Australier auseinander genommen haben, kann man stolz auf die Mannschaft sein. Die Jungs haben alles gegeben. Man kann sehr zufrieden und stolz sein. Es tut trotzdem weh, nicht um die Medaillen mitspielen zu können.

Um was geht es jetzt noch für die deutsche Mannschaft?

Die Platzierung kann für die Auslosung zur EM 2007 in Spanien wichtig sein. Möglicherweise gibt es eine neue Regel, dass die Europäer, die hier unter die ersten Sechs kommen, bei der EM gesetzt werden.

Aufgezeichnet von Benedikt Voigt

Dirk Bauermann (48) trainiert seit drei Jahren das deutsche Team, gleichzeitig ist er Coach beim Bundesligateam in Bamberg.

0 Kommentare

Neuester Kommentar